Zwei unschuldige Menschen verbrannten in VW PoloNachwuchskicker vom 1. FC Köln in Todescrash auf A555 verwickelt - illegales Autorennen?

Mussten zwei unschuldige Menschen wegen eines illegalen Autorennens sterben?
Am späten Abend des 1. Dezember forderte ein Autounfall auf der A555 bei Wesseling zwei Todesopfer. Mittlerweile ist bekannt, dass zwei Spieler aus der U21-Mannschaft des 1. FC Köln in den Crash verwickelt waren. Das bestätigte der Verein auf RTL-Anfrage. Nun äußert sich die Staatsanwaltschaft zu ersten Indizien, die auf ein illegales Autorennen hinweisen könnten.
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Mögliche Spuren und Zeugenaussagen rollen den Unfall weiter auf
„Es gibt im Moment Indizien dafür, dass es sich um ein illegales Autorennen gehandelt haben könnte“, sagt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer im RTL-Interview. Unfallspuren an den beiden Fahrzeugen sollen darauf hindeuten, dass sich die Autos berührt haben. „Darüber hinaus gibt es aber auch erste Zeugen“, sagt Bremer. Die Aussagen müssen jedoch noch genaustens ausgewertet werden, erklärt der Oberstaatsanwalt weiter. Doch die Aussagen könnten ebenfalls dafür sprechen, dass es sich um ein illegales Rennen gehandelt hat.
Was führte zu dem tragischen Unfall auf der A555?
Wie genau es zu dem Autobahnunfall kommen konnte, ist noch nicht klar und auch nicht, welche Rolle die beiden Fußballer dabei gespielt haben könnten. Fest steht bisher nur, dass drei Autos an dem Zusammenprall beteiligt waren. Die beiden Todesopfer saßen in einem ausgebrannten Polo.
Die Polizei geht offenbar davon aus, dass ein Mercedes und ein Audi auf der Fahrt in Richtung Bonn kollidiert sein könnten. „Fest steht, dass ein Mercedes (Fahrer: 20, Beifahrer: 21) und ein Audi (Fahrer: 20, Beifahrer: 20), seitliche Unfallschäden aufweisen, die darauf hindeuten, dass die Autos sich auf der Fahrt in Richtung Bonn berührt haben“, hieß es in einer Mitteilung. Der Audi soll danach noch in das Heck des Polos gekracht sein. Der Kleinwagen fing Feuer und die beiden Insassen starben in den Flammen.
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Das könnte den mutmaßlichen Unfallverursachern drohen
Offenbar geht die Polizei davon aus, dass der Mercedes und der Audi zeitweise neben- oder hintereinanderweg gefahren sein könnten. Denn die Ermittler suchen nach Zeugen, die genau das beobachtet haben. „Relevant ist ein Zeitfenster zwischen etwa 23.20 und 23.30 Uhr“, so die Polizei. „Der Mercedes-Fahrer flüchtete zunächst vom Unfallort, stellte sich aber wenig später bei der Polizei“, hieß es in der Mitteilung. Die Handys, die Führerscheine der vier jungen Männer und die Unfallautos seien sichergestellt worden, bestätigt Bremer.
Doch was könnte den mutmaßlichen Todesfahrern nun drohen? Ulrich Bremer erklärt: „Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und wegen der Teilnahme an einem verbotenen Rennen. Es gibt unterschiedliche Strafmaße hierfür. Die fahrlässige Tötung sieht Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.“ Da es sich hier aber vermutlich um ein mutmaßliches Rennen mit Todesfolge handele, könnte die Strafe deutlich höher sein, sagt Bremer. Was genau auf der A555 passiert ist, müssen jetzt weitere Ermittlungen klären.
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