Behörde in Luxemburg erneuert Warnung

Lebensgefahr! Wieder Ecstasy in Champagnerflaschen von Moët & Chandon gefunden

Moët & Chandon
Der Name des französischen Champagners Moët & Chandon wird gerade von Deutschen oft falsch ausgesprochen. Aber wie heißt es denn nun richtig?
picture alliance

Die luxemburgischen Behörden für Lebensmittelsicherheit wurden erneut über das Vorhandensein von Ecstasy in online verkauften Flaschen des Champagners "Moët & Chandon Imperial Ice 3l" informiert. Bereits im Februar erregte ein Vorfall in den Niederlanden die Aufmerksamkeit. Mehrere Gäste feierten Mitte Februar 2022 in einem Lokal und teilten sich eine Flasche "Moët & Chandon" – plötzlich zeigten die ersten Gäste Vergiftungserscheinungen. Ein Mann verstarb.

Vergiftungsfälle in Deutschland und den Niederlanden

Derzeit werden aus Deutschland sieben sehr schwere Fälle sowie ein Todesfall und den Niederlanden vier Fälle gemeldet, informiert die luxemburgische Behörde für Lebensmittelsicherheit. In beiden Ländern wurden die fraglichen Flaschen auf einer noch unbekannten Website gekauft. Die Behörden raten den Verbrauchern daher, sehr vorsichtig zu sein: Das Berühren und/oder Trinken des Inhalts dieser Flaschen könne schädlich sein.

Lese-Tipp: Ob man Ecstasy in Getränken erkennen kann und was im Ernstfall zu tun ist, erklärt der Münchener Toxikologe Prof. Florian Eyer hier.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformfacebook, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

Bislang unbekannt, wie die Droge in die Flaschen kam

Der Hersteller Moët Hennessy habe die niederländischen Behörden über das Problem informiert, so heißt es dort weiter. Es sei bislang nicht bekannt, wie die Droge in die Champagnerflaschen gelangt sein könne. Ebenso sei unbekannt, wie viele dieser Flaschen noch im Umlauf sind und ob auch andere Getränke der gleichen Marke die gefährlichen Substanzen enthalten.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Wie kann man die Flaschen erkennen?

Den niederländischen Behörden zufolge handelt es sich um die Champagnerflasche "Moët & Chandon Imperial Ice 3l" mit den Chargennummern LAJ7QAB6780004 und LAK5SAA6490005.
Der Code befindet sich auf dem Etikett auf der Rückseite der Flasche. Das Äußere der Flasche unterscheidet sich nicht von den üblichen Champagnerflaschen.

Die enthaltene Flüssigkeit

  • sprudelt nicht,
  • hat eine rötlich-braune Farbe, die mit der Zeit dunkler wird,
  • hat einen Anisgeruch

Was können Sie tun, wenn Sie diese Flasche zu Hause haben?

Nichts trinken! Selbst ein kleiner Schluck kann schädlich sein. Wenn Sie die Flüssigkeit getrunken haben, rufen Sie sofort die Giftnotrufzentrale an. (ija)