Die besten Tipps für gesunden Schlaf

Nach dem Urlaub: so gewöhnen Sie ihre Kids an normale Schlafenszeiten

Zurück zu normalen Schlafenszeiten - das ist nach sechs Wochen Sommerferien für Kinder oft nicht leicht.
Zurück zu normalen Schlafenszeiten - das ist nach sechs Wochen Sommerferien für Kinder oft nicht leicht.
© picture alliance / Bildagentur-o

30. Juli 2021 - 13:00 Uhr

Im Urlaub ticken die Uhren anders

Noch einmal Kind müsste man sein! Gab es ein größeres Gefühl der Freiheit als das Sommerferien-Gefühl? Keine Schule, Sonne satt und Abenteuer - und die Eltern drücken bei den sonst so strikten Schlafenszeiten auch gerne mal beide Augen zu.

Neigen sich die Sommerferien erst einmal dem Ende zu, bekommen diese dafür jedoch die Quittung. Denn hat sich Ihr Kind erst einmal an lange Abende und gemütliches Ausschlafen gewöhnt, passt das so gar nicht mehr zum Schulalltag, der allmählich wieder näher rückt. Wir geben Tipps, wie Sie ihr Kind wieder an normale Bettzeiten gewöhnen können.

Schlaf trägt zur gesunden Entwicklung bei

Für wenige Wochen schadet es Kindern nicht, wenn sich ihr Schlafrhythmus verschiebt. Denn: Die Stunden Schlaf, die ihnen am Abend fehlen, können sie morgens durch ausgiebiges Ausschlafen wieder aufholen. Gefährlich wird es jedoch, wenn sich diese Zeiten über das Ferienende hinaus fortsetzen. Denn ausreichend Schlaf ist wichtig dafür, dass sich Ihr Kind in der Schule fit fühlt und sich gut konzentrieren kann.

Lese-Tipp: So viel Schlaf braucht ihr Kind je nach Alter – die Schlaftabelle zeigt's.

Eine Studie der Universität Zürich hat gezeigt, dass besonders bei jüngeren Kindern ein starker Zusammenhang zwischen ausreichend Schlaf und Schulleistung besteht. Auch werden im Schlaf wichtige Wachstumshormone ausgeschüttet, was genügend Schlaf nicht nur für die geistige sondern auch die körperliche Entwicklung von Kindern unerlässlich macht.

Genug Zeit einplanen

Wichtig ist zunächst, nicht erst auf den letzten Drücker mit der Umstellung anzufangen. Der Körper braucht circa zwei bis drei Tage, um sich an eine Zeitumstellung von zwei Stunden zu gewöhnen, rät die Deutsche Stiftung Schlaf. Bei Kindern kann die Umstellung sogar noch länger dauern.

Versuchen Sie also, bereits gegen Anfang oder Mitte der letzten Ferienwoche mit ihrem Kind eine frühere Schlafenszeit zu vereinbaren, damit der kleine Körper genug Zeit für die Umstellung hat. Dabei helfen kann beispielsweise ein abgedunkeltes Zimmer und ein früheres Abendessen.

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Essenszeiten wie im Süden? Keine gute Idee 

Apropos Abendessen - das hat mehr mit unserem Schlaf zu tun, als man vielleicht vermuten würde. Denn während es sich zwar hungrig nicht gut schläft, ist das auch mit einem zu vollen Magen der Fall. Besonders bei einem Urlaub im Süden gewöhnt man sich oft an die Essenszeiten der Einheimischen und findet erst um 20 oder 21 Uhr zum Essen zusammen.

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Wenn es jedoch wieder früher ins Bett gehen soll, dann sollte auch das Abendessen vorverlegt werden, damit ihr Kind nicht mit Stein im Magen im Bett liegt und dadurch nicht einschlafen kann. Außerdem können Sie so bei kleineren Kindern die Illusion erzeugen, es sei bereits später, als es eigentlich ist.

Routinen sind wichtig

Haben Sie im Schulalltag normalerweise eine Abendroutine mit ihrem Kind? Läutet ein gemeinsames Buchlesen, Teetrinken oder Kinderzimmer aufräumen normalerweise die Schlafenszeit ein? Super! Versuchen Sie, wieder zu dieser Routine zurückzukommen. Es gibt ihrem Kind etwas strukturiertes und vertrautes, das es mit dem Schlafengehen verbindet.

Wie Sie mit ihrem Kind den Tag verbringen, spielt übrigens auch eine Rolle. Spielen und Toben während des Tages sorgt dafür, dass ihr Kind zumindest körperlich abends ausgelastet und müde ist. Die letzten Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie jedoch eher auf ruhige Beschäftigung zu Hause setzen, damit ihr Kind zur Ruhe kommen kann.

Seien Sie Vorbild!

Auch wenn Sie von sich denken, dass sie gar nicht so viel Schlaf benötigen oder keine Umstellung nötig haben gilt: Machen Sie unbedingt mit und seien Sie so ein Vorbild für ihr Kind. Denn wenn auch Sie sich um 20 Uhr in ihr Schlafzimmer zurückziehen, anstatt noch bis spät in die Nacht Fernsehen zu schauen, dann wird sich ihr Kind garantiert auch eher auf die neue Schlafenszeit einlassen. (ksp)