Die sind ja zum Verlieben!

Munchkins - Die niedlichen Katzen mit den Dackelbeinen

Munchkins werden auch bei uns immer beliebter
Munchkins werden auch bei uns immer beliebter
© Getty

20. Juli 2021 - 10:35 Uhr

Munchkin-Katzen erobern die Herzen der Katzenliebhaber

Die ursprünglich aus den USA stammende Munchkin-Katze taucht bei uns noch eher selten auf. Typisch für die Munchkins sind ihre kurzen Beinchen, die ein wenig an Dackelbeine erinnern. Durch ihr niedliches Aussehen und ihr liebenswertes, verspieltes Wesen erobert die relativ neue Katzenrasse nun auch bei uns die Herzen von Tierfreunden und Züchtern.

Woher kommt die Munchkin?

In der Natur kommt es manchmal zu spontanen genetischen Mutationen, die dafür sorgen, dass Katzen mit bestimmten Merkmalen geboren werden, die sich von anderen Katzen unterscheiden. Die Munchkin ist eine relativ junge Katzenart. In den 1980er Jahren fand die US-Amerikanerin Sandra Hochenedel zwei kleinwüchsige Katzen, die beide trächtig waren, und nahm eine davon bei sich auf. Die Babys dieser Katze wiederum paarten sich mit Streunerkatzen und vererbten die kurzen Beinchen an ihren Nachwuchs. Es dauerte noch einige Katzengenerationen, bis Sandra Hochenedel dann 1991 die Munchkin-Katze als eigenständige Rasse in den USA vorstellte.

Gesellig und verspielt

Munchkin mit den typische "Dackelbeinchen"
Diese Mini-Kätzchen erobern die Herzen von Katzenliebhabern
© Qi Yang, Getty, QI YANG

Die Munchkin-Katzen sind in der Regel zutraulich, gesellig und verspielt. Aggressives Verhalten findet man bei dieser Rasse nur sehr selten. Sie verbringen gerne Zeit mit ihren Haltern und genießen es, mit ihnen zu schmusen. Sie sind relativ ruhig, klettern nicht so gern und so hoch, stattdessen beobachten sie von ihrem Lieblingsplatz aus ihre Umgebung. Dennoch sollte man bei der Haltung in der Wohnung darauf achten, dass die Katzen-Minis ausreichend Bewegung haben – beispielsweise mit einem Kratz- und Kletterbaum.

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Mögliche Krankheiten noch nicht genau erforscht

Bei aller Liebe zu den niedlichen Vierbeinern sollte man nicht vergessen, dass es sich bei den Munchkins um eine relativ neue Rasse handelt. Die Auswirkungen, die die "Dackelbeine" auf die Gesundheit der Stubentiger haben, sind noch nicht vollständig erforscht. So wurde bei einigen Munchkin-Katzen eine sogenannte Lordose beobachtet, eine Wirbelsäulenverkrümmung, die sich durch ein Hohlkreuz äußert. Außerdem könnten die Munchkins eher einen Bandscheibenvorfall erleiden oder Arthrose bekommen. Manche Kritiker sprechen sogar von Qualzucht. Dagegen argumentieren die Züchter, dass Munchkin-Katzen ebenso gesund seien und eine gleich hohe Lebenserwartung und Lebensqualität besäßen wie ihre langbeinigen Artgenossen.

Zu wem passt die Munchkin am besten?

Die Katzenrasse eignet sich gut für die Haltung in der Wohnung
Munchkins sind zutraulich und verschmust
© getty, Getty

Weil Munchkins nicht so gut klettern und springen können, eignen sie sich eher nicht als "Freigänger", sie kommen im Freien oftmals nicht so gut zurecht. Sie sind aber sehr gut geeignet für die Haltung in der Wohnung.

Sie sind besonders treu, anschmiegsam und verschmust und daher bestens für Personen geeignet, die Zeit haben, sich ausgiebig mit ihrem Haustier zu beschäftigen. Menschen, für die die Katze eher nur ein tierischer Mitbewohner ist, der meistens sich selbst überlassen wird, sollten sich eher eine unabhängige Freigänger-Katze anschaffen. Die Munchkin verträgt sich gut mit anderen Katzen und Hunden und freut sich über deren tierische Gesellschaft.

Die Anschaffungskosten für eine Munchkin sind relativ hoch. Sie liegen zwischen 400 und 1.000 Euro. Hier finden Sie Tipps, wenn Sie generell über die Anschaffung eines Haustiers nachdenken. (psc)

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