Falls es im Stall mal brennt

Mit Pferden, Eseln und Schafen: Feuerwehr Celle übt die Tierrettung

Bei der Tierrettungs-Übung der Feuerwehr Celle wird ein Esel aus seinem Stall geführt.
Bei der Tierrettungs-Übung der Feuerwehr Celle wird ein Esel aus seinem Stall geführt.
© Feuerwehr Celle

13. Mai 2022 - 13:12 Uhr

von Carmen Gocht

Wie verhalten sich Feuerwehrleute den Tieren gegenüber richtig, wenn es zum Beispiel im Pferdestall mal brennt? Genau das haben die Rettungskräfte aus Celle jetzt trainiert. Bei der Übung sollten auch Berührungsängste abgebaut werden, denn die Teilnehmer waren alles Städter.

Drei tierische Übungen

Nachdem der erste Zug der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache die Theorie gepaukt hatte, stand jetzt die Praxis auf dem Programm. Auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes der Lobetalarbeit e.V. Celle wurden drei Stationen mit Eseln, Pferden und Schafen aufgebaut. "Ziel war es, im direkten Kontakt mit den Tieren sichere Techniken zur Rettung zu erlernen", erklärt Florian Persuhn von der Freiwilligen Feuerwehr Celle.

Als erstes waren die Esel dran. Auch wenn es nicht wirklich brannte, mussten die Tiere aus ihrem Stall über das Gelände in einen anderen Bereich geführt werden. Mit der Hilfe des Feuerwehrschlauches trieben die Feuerwehrleute die Esel vorsichtig voran, sodass kein Tier ausbüxen konnte. "Bei den Eseln hat das sehr gut geklappt, die haben gut mitgemacht", fasst Persuhn zusammen.

Pferderettungen sind keine Seltenheit

Ponys und Pferde waren bei der Tierrettung der Feuerwehr Celle auch dabei.
Auch Ponys und Pferde waren bei der Tierrettung der Feuerwehr Celle dabei.
© Feuerwehr Celle

Als nächstes gingen die Rettungskräfte auf Tuchfühlung mit Pferden und Ponys. "Bei der Tierrettung haben wir öfter Kontakt zu Pferden, aber meistens, weil sie aus einem Graben gerettet werden müssen. Einen Brand eines Pferdestalles hatten wir in den letzten Jahren nicht. Aber es geht darum, besser das Wissen vorher zu haben, als sich dann erst Lösungen überlegen zu müssen", sagt Feuerwehrmann Persuhn.

Er und seine Kollegen bauten sich bei der Rettung auch Hilfsmittel. So lernten sie unter anderem, wie man aus Stricken Halfter oder Schlingen formt, um die Pferde besser zu führen. Laut Persuhn hätten die Pferde ebenfalls gut mitgemacht.

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Die Schafe werden zur Herausforderung

Schafe sollten von der Feuerwehr Celle in ein Behelfsgatter aus Leitern geführt werden.
Die Schafe sollten in ein Behelfsgatter aus Leitern geführt werden.
© Feuerwehr Celle

Bei den Schafen war die ganze Sache nicht so einfach. Mit Sprüngen und geschlagenen Haken zeigten sie den Feuerwehrleuten ihr natürliches Fluchtverhalten. Ziel war es, die Tiere in ein Behelfsgatter aus Feuerwehrleitern zu führen. "Die Schafe wollten nicht so wie wir, die sind vor uns weggelaufen. Wir haben dann eine Reihe gebildet mit Schläuchen. Es war schwierig, aber es hat am Ende doch geklappt", sagt der Pressesprecher der Feuerwehr Celle.

Ein Erfolg für die Teilnehmenden

Zur Not wurden die Schafe von der Feuerwehr Celle auch getragen.
Zur Not wurden die Schafe auch mal getragen.
© Feuerwehr Celle

Und letztendlich war die Übung, die wegen Corona immer wieder verschoben werden musste, ein Erfolg für alle Teilnehmenden, so Persuhn weiter. "Es haben alle gesagt, dass es sehr interessant war und man viel mitgenommen hat und es war auch ein gewisser Spaß dabei." Und die ein oder andere Tierfreundschaft sei dabei auch entstanden.