Sie wollte mit Freunden Entführung inszenieren

Junge Mutter (20) bei TikTok-Videodreh aus Versehen erschossen

09. Oktober 2020 - 16:18 Uhr

Vermeintlich ungefährliche Waffe war geladen

Eine 20-jährige Mexikanerin ist aus Versehen erschossen worden, während sie mit zehn Freunden ein TikTok-Video drehte. Für den Clip wollte Areline Martínez mit der Gruppe eine Entführung inszenieren, berichtet die "Daily Mail". Doch eine vermeintlich ungefährliche Waffe war geladen – eine Kugel daraus traf die junge Frau tödlich. Sie hinterlässt ein einjähriges Kind.

Kugel trifft Areline Martínez bei TikTok-Videodreh

Für das Video, das am Freitag in einem Bauernhaus nahe Chihuahua entstehen sollte, wurden Areline Martínez die Augen verbunden, ihre Hände und Knöchel gefesselt. Neben ihr spielt ein Mann eine Geisel, ein weiterer richtet eine Waffe auf dessen Hinterkopf. Ein dritter Mann fuchtelt mit einer automatischen Waffe herum, hält sie in Richtung der jungen Mutter und dem Mann, der die Geisel spielt. Dann wird Areline Martínez von einer Kugel getroffen.

Einer der Männer am Unglücksort ruft die Polizei. Dann ergreifen alle zehn am Videodreh Beteiligten die Flucht.

Ermittler wollen wissen, woher die Waffe stammt

Dem Schützen dürfte nicht bewusst gewesen sein, dass die Waffe geladen war, als er versehentlich den Abzug drückte, erklärten die Ermittler. Aber wenn er eine strafrechtliche Verantwortung habe, müsse er sich dafür verantworten. Es solle nicht nur der unglückliche Tod der jungen Frau untersucht werden. Sondern auch, woher die Waffe stammt und wie sie in die Hände der Gruppe gelangt ist.

Areline Martínez wurde am Montag beigesetzt.