US-Präsident lädt Kanzlerin ein

Merkel besucht Biden am 15. Juli in Washington

US-Präsident empfängt Merkel am 15. Juli
US-Präsident empfängt Merkel am 15. Juli
© dpa, Maurizio Gambarini, gam kno dhu jai pat jai

11. Juni 2021 - 13:42 Uhr

Arbeitsbesuch in Washington

Sie ist nicht mehr lange im Amt, doch den vierten U-Präsidenten ihrer Kanzlerschaft wird Anhgela Merkel auch noch besuchen: Joe Biden will Kanzlerin Angela Merkel in wenigen Wochen im Weißen Haus empfangen. Ihr Besuch in Washington sei für den 15. Juli geplant, teilte das Weiße Haus mit. Ein Sprecher der Bundesregierung bestätigte den Reisetermin. Als Merkel ihr Amt antrat, war George W. Bush US-Präsident, ihm folgten Barack Obama und Donald Trump.

Noch keine Einzelheiten bekannt

25.08.2019, Frankreich, Biarritz: Donald Trump, Präsident der USA, küsst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), zur Begrüßung beim gemeinsamen Familienfoto im Rahmen des G7-Gipfels. Der G7-Gipfel findet vom 24.-26. August in Biarritz statt. (Wiederholu
Küsschen hin oder her - das Verhältnis zwischen Bidens Vorgänger Donald Trump und der Kanzlerin galt unwidersprochen als eher unterkühlt (Archivfoto, 25.08.2019)
© dpa, Christian Hartmann, BC pat

Merkels Visite sei ein "Arbeitsbesuch", so ein Sprecher. Einzelheiten würden später bekanntgegeben. Es wird erwartet, dass sich Merkel und Biden bereits am Wochenende am Rande des G7-Gipfels im südenglischen Cornwall erstmals seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten persönlich treffen.

Beide streben nach dem Tiefpunkt in den deutsch-amerikanischen Beziehungen in der Ära von US-Präsident Donald Trump einen Neustart an. Trump griff Deutschland und auch Merkel immer wieder an. Biden lässt dagegen keinen Zweifel daran, wie wichtig ihm das Verhältnis zu Deutschland ist. So stoppte er den von Trump angeordneten Abzug von US-Truppen aus Deutschland. Zudem verzichtete im vergangenen Monat auf weitgehende Sanktionen gegen die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2.

Merkel hat sich mit Auslandsreisen während der Corona-Pandemie sehr zurückgehalten und reiste zuletzt nur noch zu einzelnen Gipfeltreffen nach Brüssel oder wie jetzt nach England. Die Reise nach Washington dürfte eine ihrer letzten als Kanzlerin sein. Nach der Bundestagswahl im September tritt sie als Regierungschefin ab. (dpa/uvo)

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