RTL News>Formel 1>

Mercedes-Teamchef Toto Wolff kritisiert Sprint-Rennen in der Formel 1

"Weder Fisch noch Fleisch"

Mercedes-Teamchef Toto Wolff kritisiert Sprint-Rennen in der Formel 1

08.09.2021, Bayern, München: Toto Wolff, österreichischer Rennfahrer, Investor und Motorsportchef bei Mercedes, spricht während der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA Mobility) bei einer Podiumsveranstaltung zum Thema ·Driving Innovation in t
Toto Wolff.
mbk htf, dpa, Matthias Balk

"Niemand geht ein ernsthaftes Risiko ein""

Mercedes-Sportchef Toto Wolff kann dem neuen Sprintqualifying in der Formel 1 nur wenig abgewinnen. "Ich glaube, dass der Sprint in der derzeitigen Form wenig Nutzen hat. Niemand geht ein ernsthaftes Risiko ein", sagte Wolff nach dem Kurzrennen von Monza am Samstag: "Es gibt zu wenige Punkte zu gewinnen. Das Risiko, das Rennen am Sonntag zu gefährden, ist es einfach nicht wert. Es ist weder Fisch noch Fleisch."

"Lasst es uns in Brasilien noch einmal versuchen"

Der Sprint sei einen Versuch wert, "auch wenn ich nicht sicher bin, ob wir ihn beibehalten", sagte Wolff: "Lasst es uns in Brasilien noch einmal versuchen und sehen, ob sich etwas ändert." Auch unser Formel-1-Experte Christian Danner sieht das Format extrem kritisch, er nannte es gar einen „Karnevalsumzug“.

In Italien kam das Format, das über die Startaufstellung des Rennens am Sonntag entscheidet, zum zweiten Mal zum Einsatz. Die Premiere hatte es in Silverstone gegeben. Am Samstag siegte Mercedes-Pilot Valtteri Bottas nach 18 Runden vor Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. Der Niederländer startet am Sonntag (15 Uhr bei RTL und im Liveticker bei RTL.de) wegen einer Strafversetzung des Finnen von der Pole. WM-Rivale Lewis Hamilton (Mercedes) geht vom vierten Platz ins Rennen.

An normalen Rennwochenenden dienen drei freie Sessions am Freitag und am Samstagvormittag zur Vorbereitung auf das gewöhnliche Qualifying, in dem die Pole Position dann über die schnellste Runde ermittelt wird. (tno/sid)