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"Mein Vater war es nicht!" - Behörden verdächtigen Vater der Vergewaltigung von Frau auf Kreta

Jetzt geht sie an die Öffentlichkeit

4-fache Mutter auf Kreta vergewaltigt: "Mein Vater war es nicht!"

Die typischen Urlaubsziele wie Kreta sind zwar schon teilweise gebucht. Insgesamt halten sich Urlauber aber mit Griechenland-Buchungen für 2016 bisher zurück. Foto: GNTO/Y. Skoulas
Kreta ist ein beliebtes Urlaubsziel - für eine Britin wurde die Insel aber zum Alptraum.
DPA

„Dieser Urlaub ist zu einem Horrorfilm geworden“, sagt Tammi Forsythe. Sie ist mit ihrem Vater auf Kreta und wird vergewaltigt. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden: Ihr eigener Vater! Das kann Tammi nicht glauben – und verzichtet sogar auf ihr Recht auf Anonymität, um den wahren Täter zu fassen. Durch das Verbrechen könnte sie schwanger geworden sein!

Vater der vergewaltigten Frau wegen Überwachungsaufnahmen festgenommen

Zuerst hatte die Daily Mail über den Fall berichtet. Demnach wurde der Vater der 33-jährigen Tammi Forsythe aufgrund von Videoaufnahmen aus einer Überwachungskamera in einer Bar festgenommen. Die vierfache Mutter aus dem nordenglischen Hull bestreitet das. „Ich war sehr betrunken und konnte mich kaum bewegen. Er hat nur versucht, mich zurück zum Hotel und ins Bett zu bringen!“ Sie habe nach ihm geschlagen, weil sie so betrunken und wütend gewesen sei. Auch habe sie in seine Hand gebissen. „Das ist alles, was die Überwachungskameras zeigen: Ein Vater, der seiner sehr betrunkenen Tochter helfen will. Da war nichts Sexuelles zwischen uns. Das ist widerlich und lächerlich.“ Auf der Website der „Daily Mail“ sind die Videoaufnahmen zu sehen.

Britische Touristin wird in menschenleerer Sackgasse überfallen

Der Streit zwischen Vater und Tochter sei auch nur entstanden, weil sie einfach in Ruhe gelassen werden wollte, um weiter zu schlafen, erklärt die Britin. „Wir gingen nach draußen und setzten uns auf eine Mauer. Mein Vater umarmte mich, aber ich stieß ihn weg und sagte, er solle mich in Ruhe lassen. Ich war so betrunken, ich wusste nicht, was ich tat oder sagte.“ Wie sie weiter erklärt, sei ihr Vater dann zurück zum Hotel gegangen. Sie sei eine Straße entlang getaumelt und in eine Sackgasse gestolpert, wo sie hingefallen und zu betrunken gewesen sei, um wieder aufzustehen.

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Tammi Forsythe war betrunken, als sie von einem Mann vergewaltigt wurde

Dann passierte laut Tammi die schreckliche Tat: „Es war so gegen 7:15 Uhr und ich sah einen Mann über mir stehen. Er packte meine Beine, zog mich in einen Busch und vergewaltigte mich. Ich war wie betäubt von der ganzen Sache und konnte mich eine Viertelstunde lang nicht bewegen, weil ich so viel Angst hatte.“

Gegen 8 Uhr kam sie dann im Hotel an, schlief ein paar Stunden und rief dann zuerst im Britischen Konsulat auf Kreta an. Die Mitarbeiter dort erklärten ihr, dass sie den Vorfall der Polizei melden solle. Eine genaue Täterbeschreibung kann sie nicht geben. Die Behörden schauten sich dann das Überwachungskamera-Material an. „Sie haben alles, was ich erzählt habe, missverstanden. Ich sagte, dass mein Vater weiße Sachen an hatte , aber sie haben es so verstanden, dass der Angreifer weiße Sachen getragen hätte!“

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Britische Touristin auf Kreta: "Mein Vater hat mich nicht vergewaltigt!"

Tammi erzählt, dass sie wie eine Verbrecherin und nicht wie ein Opfer behandelt worden sei. Dagegen bedankt sie sich beim Britischen Konsulat für die Hilfe. Ihr Vater sitzt im Gefängnis, aktuell läuft die Auswertung eines DNA-Tests. „Mein Vater hat mich nicht vergewaltigt. Die griechische Polizei weiß das, aber sie haben uns schrecklich behandelt“, sagt die 33-Jährige.

Um den wahren Täter zu fangen, hat sie jetzt auch auf ihr Recht auf Anonymität verzichtet. „Ich bin zu 60 Prozent sicher, dass ich schwanger bin. Das Britische Konsulat hat mir gesagt, dass ich einen Bluttest im Krankenhaus machen lassen soll, aber ich leide unter so großen Panikattacken, dass ich eine Begleitung brauche. Aber ich bin hier ganz allein und habe niemanden, der mir helfen kann.“

Tammi hat Angst um ihren kranken Vater im griechischen Knast

Solange das Ergebnis des DNA-Tests aussteht und ihr Vater im Gefängnis sitzt, will Tammi auf Kreta bleiben. Derzeit lebt sie von den Ersparnissen der Familie. Wann die klärenden Ergebnisse kommen, habe man ihr nicht gesagt. „Die griechischen Behörden interessieren sich nicht dafür. Wenn es nach ihnen geht, haben sie ihren Mann und mein Vater kann im Gefängnis verrotten!“

Und Tammi hat Angst, dass es wirklich so kommen könnte: „Mein Vater hat Diabetes und eine Reihe anderer Krankheiten. Er hat seit fünf Tagen nicht richtig gegessen und steht kurz vor einem Zusammenbruch. Ich bin sehr besorgt, dass diese ganze Sache ihn umbringen kann.“ Jeden Tag würden die beiden miteinander telefonieren. „Das sollte ein toller Vater-Tochter-Urlaub werden – und ist zu einer Hölle für uns geworden!“ (dka)