Endlich mehr Speicherplatz!

Jetzt ist es noch einfacher, WhatsApp-Chatverläufe zu löschen

Whatsapp weitet die Funktion der selbstlöschenden Chats aus.
Whatsapp weitet die Funktion der selbstlöschenden Chats aus.
© dpa, Christoph Dernbach, av gab tba

06. Dezember 2021 - 19:16 Uhr

Neue WhatsApp-Funktion verhindert zugemüllte Smartphones

Darauf haben viele gewartet! WhatsApp macht es für seine Nutzer noch einfacher, Chatverläufe zu löschen. Künftig werde man diese Einstellung standardmäßig für alle Chats aktivieren können, kündigte WhatsApp an. Auch kann man zwischen zwei weiteren Zeiträumen für die automatische Löschung wählen: Zu der bisher einzigen Option von sieben Tagen kommen 24 Stunden und 90 Tage hinzu. Wer einzelne Chats aber behalten möchte, kann dies auch weiterhin tun.

Alte Chats werden im Messenger nicht gelöscht

Die selbstlöschenden Nachrichten hatte WhatsApp bereits im vergangenen Jahr eingeführt. Bisher musste man die Einstellung jedoch für jeden einzelnen Chat auswählen. Mit dem neuen General-Schalter habe man auf Anfragen von Nutzern reagiert, sagte WhatsApp-Manager Zafir Khan. Nachrichten, die vor Aktivieren der Lösch-Einstellung geschrieben wurden, verschwinden nicht.

Einzelne Chats kann man auch nach dem Update noch behalten

Eine Frau tippt mit ihren Fingern auf ihrem Smartphone.
Wer nicht alle Verläufe löschen möchte, kann weiterhin auch gezielt Chats aufbewahren.
© Yuri Arcurs Production IAURI

In Gruppen richtet sich das Verfallsdatum zunächst nach der Einstellung des Nutzers, der sie eingerichtet hat – kann aber auch geändert werden. Genauso kann man die Lösch-Vorgabe für einzelne Chats deaktivieren – zum Beispiel wenn man Fotos daraus als dauerhafte Erinnerung behalten wolle. Die Lösch-Einstellung greife auch bei Backups sowie für alle Chat-Teilnehmer, auch wenn sich Smartphones offline befänden, betonte Khan.

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WhatsApp wegen Datenschutz unter Druck

Der zum Facebook-Konzern Meta gehörende Chatdienst war im auslaufenden Jahr in eine monatelange Datenschutz-Kontroverse verwickelt. WhatsApp verlangte von den Nutzern im Januar, binnen weniger Wochen neuen Nutzungsregeln zuzustimmen. Datenschützer und Aktivisten kritisierten, das Update öffne die Tür zum stärkeren Teilen von Nutzerdaten mit dem Rest des Facebook-Konzerns. WhatsApp wies dies stets zurück, machte nach der Kritik jedoch Zugeständnisse. So kann man den Dienst auch weiterhin nutzen, ohne den neuen Regeln zuzustimmen. WhatsApp stellte während der Kontroverse auch weitere Datenschutz-Funktionen in Aussicht. (dpa/evo)