Er brach einfach zusammen

Todes-Drama um "Medina Spirit": Sieger-Hengst stirbt nach Training

Ein stolzes Tier: Rennpferd Medina Spirit zu Lebzeiten.
Ein stolzes Tier: Rennpferd Medina Spirit zu Lebzeiten.
© AP, Julio Cortez, JC

07. Dezember 2021 - 9:50 Uhr

Der Pferderennsport trauert um einen Sieger

Im Frühjahr triumphiert der Hengst Medina Spirit beim traditionsreichen Kentucky Derby. Hinterher gibt es Schlagzeilen wegen eines möglichen Doping-Vergehens durch Trainer Bob Baffert. Jetzt ist das 3-jährige Pferd in den USA gestorben.

Nach dem Training brach der Hengst zusammen - Herzattacke?

Das bestätigte der US-Verband "California Horse Racing Board". Medina Spirit sei nach einem Training auf der Galopprennbahn San Anita Park in Kalifornien zusammengebrochen, teilte der Verband mit. Eine offizielle Todesursache gibt es noch nicht. US-Medienberichten zufolge soll der Hengst an einer Herzattacke gestorben sein. Eine genaue Untersuchung soll jetzt schnell Klarheit schaffen.

Der Doping-Skandal um Medina Spirit

Nach dem großen Sieg beim Kentucky Derby im Mai hatte es viele Schlagzeilen um Medina Spirit gegeben. Das Pferd war anschließend positiv auf Doping getestet worden. Konkret ging es um die Substanz Betamethason. Ein entzündungshemmendes Steroid, das bis spätestens 14 Tage vor einem Wettkampf verabreicht werden darf. Danach gilt es als Dopingmittel.

Trainer Baffert hatte das Ergebnis selbst veröffentlicht. Der 68-Jährige behauptete, dem Hengst das Mittel nicht verabreicht zu haben. Er erklärte den positiven Dopingtest mit der Verabreichung eines Antipilzmittels. (msc)