Wo kosten Maskenpflicht-Verstöße wie viel Geld?

Von 0 bis 500 Euro: So hoch ist das Corona-Bußgeld in Ihrem Bundesland

Verstöße gegen die Maskenpflicht können teuer werden
Verstöße gegen die Maskenpflicht können teuer werden
© dpa, Peter Kneffel, kne bsc

21. Oktober 2020 - 13:24 Uhr

Wer keine Maske trägt, muss zahlen - fast überall

Mitte Oktober beschlossen Bund und Länder: In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. So soll sie ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen. Wer der Pflicht nicht nachkommt, riskiert ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro – bis auf die Bürger eines Bundeslandes. Wie es in Ihrer Region aussieht, lesen Sie hier.

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Verstoß gegen die Maskenpflicht: So hoch ist das Bußgeld in den 16 Bundesländern

Bereits Ende August haben sich die Ministerpräsidenten der meisten Bundesländer auf ein Bußgeld von mindestens 50 Euro geeinigt. Nur in Sachsen-Anhalt müssen Menschen, die der Maskenpflicht nicht nachkommen, nach wie vor keine Strafe zahlen. Die Bundesländer im Überblick (Stand: 21. Oktober 2020, 13:00 Uhr):

  • Baden-Württemberg: Bußgelder zwischen 100 und 250 Euro
  • Bayern: 250 Euro im Einzelfall bzw. 500 Euro bei wiederholtem Vergehen
  • Berlin: Bußgelder im Rahmen von 50 bis 500 Euro
  • Brandenburg: Ab 50 Euro, bis zu 250 Euro bei wiederholtem Vergehen
  • Bremen: 50 Euro, bei wiederholtem Verstoß "auch höhere Beträge" (Quelle: bremen.de)
  • Hamburg: Bußgeld von 150 Euro
  • Hessen: Bußgeld von 50 Euro
  • Mecklenburg-Vorpommern: Bußgeld zwischen 50 und 150 Euro
  • Niedersachsen: 100 bis 150 Euro Bußgeld
  • Nordrhein-Westfalen: 50 Euro Bußgeld, 150 Euro im ÖPNV
  • Rheinland-Pfalz: Bußgeld von 50 Euro.
  • Saarland: Bei erstem Verstoß Verwarngeld von 50 Euro, Bußgeld bis zu 100 Euro
  • Sachsen: 60 Euro
  • Sachsen-Anhalt: Kein Bußgeld geplant
  • Schleswig-Holstein: 150 Euro Bußgeld
  • Thüringen: 60 Euro Bußgeld

Söder fordert strengere nationale Maskenpflicht

Bei einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner soll die Maskenpflicht nochmals erweitert werden. Wo und wie genau, hat der gemeinsame Beschluss von Bund und Ländern Mitte Oktober aber offen gelassen – die Erweiterung soll in den jeweiligen Ländern selbst geregelt werden.

Zuletzt hatte Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident, gefordert: "Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national." Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle seiner Meinung nach eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50. Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 35 eine bundesweite Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

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