RTL News>News>

Mann ermordet schwangere Ex-Freundin und Ex-Frau - und geht bei Facebook live

Entsetzen in Baltimore

Mann ermordet schwangere Ex-Freundin und Ex-Frau - und geht bei Facebook live

Doppelmord in Baltimore
Mordopfer Tara L.

Mordgeständnis bei bizarrem Facebook-Live-Auftritt

Ein furchtbares Verbrechen schockiert die Menschen in der US-Großstadt Baltimore im Bundesstaat Maryland. Zwei Frauen wurden von einem arbeitslosen Krankenpfleger und Anästhesisten ermordet. Rajee B. tötete erst seine schwangere Ex-Freundin Tara L., ehe er auch seine Ex-Frau Wendy B. umbrachte. Zwischen den beiden Morden ging er bei Facebook live. In dem Stream gestand er den Mord an seier Ex-Freundin und kündigte den anderen Mord an. Kurz nach dem Doppelmord an seinen ehemaligen Partnerinnen brachte er sich um.

Ex-Frau hatte Schutz vor ihrem späteren Mörder beantragt

Doppelmörder Rajee B
Doppelmörder Rajee B. filmmte sich zwischen den beiden Taten

In dem bizarren Video bezeichnete der 44-Jährige den Tag seiner Verbrechen als "Feiertag". Weiter behauptet Rajee B., er leide unter einer Depression und machte Wendy B. dafür verantwortlich.

Dem US-Sender CBS zufolge hatte B. zumindest seine Ex-Frau häufiger bedroht, so dass sie in ständiger Angst vor ihm lebte. In dem Bericht wird aus Schutzanträgen zitiert, in denen es unter anderem heißt: "Er hat gedroht, mich mit einer Waffe zu töten.“ In einem weiteren Antrag habe sie geschrieben: "Er hat mich in der Vergangenheit geschubst, gestoßen, bedroht und gebissen. Ich habe Angst vor ihm und seiner Wut und möchte nicht, dass er weiß, wo ich wohne. Er hat Zugang zu Waffen“.so der Sender weiter. Die Schutzbefehle seien abgelehnt worden.

Wendy B. hinterlässt zwei kleine Kinder. Sie seien unverletzt im Auto des Mörders gefunden worden, teilte die Polizei mit. Die Kinder hätten von dem eigentlichen Vorfall nichts mitbekommen und seien in eine "sichere Umgebung" gebracht worden.

Streams von Verbrechen keine Seltenheit

Auch Opfer Tara L. arbeitete wie ihr Mörder in der Krankenpflege und als Anästhesistin. Ihr Arbeitgeber twitterte, das gesamte Team sei am Boden zerstört. "Wir sind schockiert und traurig über diese Nachricht und unsere Gedanken und Gebete sind bei Taras Familie."

Dass Verbrecher sich mit ihren Taten in sozialen Medien live brüsten, ist kein Einzelfall. "Leider passiert das immer wieder", bestätigt RTL-Social-Media-Expertin Saskia Meister. "Das Problem ist, es ist Facebook selbst unmöglich jeden Livestream in voller Länge zu sichten, während er live ist." Daher übernähmen das gleichzeitig auch Algorithmen. Die könnten jedoch keine Tat vorhersehen, so Meister. Ihrer Vermutung nach verzichtet Facebook auf eine automatische Verzögerung, um den Live-Charakter zu erhalten, damit beispielsweise Zuschauerreaktionen im Chat unmittelbar erfolgen und die Zusehenden damit interagieren können.

Facebook wurde von rtl.de um eine Stellungnahme zum Livestream des Baltimore-Doppelmörders gebeten. Eine Antwort liegt bisher nicht vor. (uvo)

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Hier finden Sie Hilfe in schwierigen Situationen

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über Ihre Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich. Hier finden Sie eine Übersicht über Hilfsangebote.

  • Wenn Sie schnell Hilfe brauchen, dann finden Sie unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Menschen, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.