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Maryland

Das kleine, dicht besiedelte Maryland ist einer der reichsten Bundesstaaten der USA. Hier verläuft die kulturelle Grenze zwischen den Nord- und Südstaaten.

Maryland picture alliance / STRF/STAR MAX/IPx | STRF/STAR MAX/IPx

Maryland ist ein Bundesstaat der USA und liegt im Osten direkt an der Atlantikküste. Die Hauptstadt des Staates heißt Annapolis. Die benachbarten Staaten sind Virginia, Washington, D.C., West Virginia, Pennsylvania und Delaware. Maryland gehört zu den kleineren, aber besonders dicht besiedelten Staaten. Auf einer Fläche von rund 32.000 km² leben etwa 6 Millionen Einwohner (Stand 2016). Davon sind 53 % Weiße. Maryland ist ein ziemlich wohlhabender Staat. Im Jahr 2018 hatte Maryland nach Massachusetts das zweithöchste mittlere Haushaltseinkommen aller Staaten der USA.

Kurzer Abriss der Geschichte von Maryland

Die Gründung des Staates Maryland geht auf den britischen Staatsmann George Calvert, den 1. Baron Baltimore zurück. Er erhielt von dem englischen König Karl I. einen Landstrich an der nördlichen Grenze von Virginia zum Geschenk, den er zu Ehren von Henriette Maria, der Gemahlin des Königs, Maryland nannte. Im März 1634 kamen die ersten Siedler in das Gebiet. In den Mittelpunkt des Interesses rückte Maryland in den 1760er-Jahren. Nach Landstreitigkeiten zwischen den beiden einflussreichen Familien Penn und Calvert legten die Landvermesser Charles Mason und Jeremiah Dixon die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland fest. Sie wurde als Mason-Dixon-Linie berühmt und markiert die geographische und kulturelle Grenze zwischen den US-amerikanischen Nord- und Südstaaten. Einige Jahre später entstand in einem speziell für diese Zwecke abgetrennten Bereich von Maryland die US-amerikanische Hauptstadt Washington, D.C.

Maryland in der Neuzeit

Im Zuge der Industrialisierung kamen Ende des 19. Jahrhunderts viele Einwanderer aus Europa nach Maryland. Vor allem deutschstämmige Migranten ließen sich in dem Staat nieder, dessen Hymne Maryland, my Maryland nach der Melodie von Oh Tannenbaum gesungen wird. Während der Great Migration (1916, 1970) strebten dann Millionen von Afroamerikanern aus den ländlichen Bezirken des Südens in die Industriestädte, so auch nach Baltimore, der mit über 600.000 Einwohnern (Stand 2010) größten Stadt des Staates. In Baltimore konzentriert sich auch die gesamte Industrie Biotechnologie, Medizintechnik, Maschinenbau, Chemieindustrie von Maryland.