Frau filmt Horror-Date und flüchtet

Mann besteht bei Tinder-Date auf Sex! "So treffen sich Erwachsene nun mal"

Madison erzählt von ihrem Horror-Tinderdate, bei dem der Mann ungemütlich wurde, weil sie keinen Sex wollte.
© tiktok/@mady_bby95

22. Januar 2021 - 21:08 Uhr

Madison wollte keinen Sex beim ersten Tinder-Date

Madison aus Indiana schrieb drei Wochen lang mit einem Match auf Tinder hin und her, bis sie entschied, dass sie den Mann sympathisch fand und treffen wollte. Die 25-Jährige stimmte zu, mit ihm Abendessen zu gehen. In mehreren TikTok-Videos beschreibt Madison, wie der Abend danach außer Kontrolle geriet. Statt wie vereinbart in ein Restaurant zu gehen, nahm die Tinderbekanntschaft sie mit zu sich nach Hause, um dort "einen Film anzusehen". Dann setzte der Mann die 25-Jährige unter Druck, mit ihm ins Bett zu gehen, obwohl Madison das nicht wollte.

Tinder-Date flippt aus, weil sie nicht mit ihm ins Bett will

Die junge Frau aus dem US-Bundesstaat Indiana machte nach dem Horror-Date ihrem Ärger bei TikTok Luft. "Er sagt, dass ich Sex mit ihm haben muss, weil wir uns bei Tinder verabredet haben", schreibt sie in einem der Videos, in dem sie den aufgebrachten Mann heimlich filmte.

Der wollte nämlich offenbar gleich beim ersten Date zur Sache kommen. Als er jedoch feststellen musste, das Madison seinem Charme nicht sofort erlag, fing er an, ungemütlich zu werden. "So treffen sich Erwachsene nun mal. Sie benutzen Tinder nicht, um sich zu daten. Sie benutzen Tinder, um zu f***en", schleudert er in dem Video der jungen Frau auf seinem Sofa an den Kopf.

Toxisches Tinderdate will Madisons "Nein" nicht akzeptieren

Die 25-Jährige ließ sich davon nicht beeindrucken und sagte ihm, dass er das dann auch einfach direkt in sein Profil schreiben könne, dass er nur Sex wolle. So müsse er nicht mehr Frauen unter falschen Vorwänden in seine Wohnung locken. "Wenn man das schreibt, bekommt man doch keine Tindermatches", antwortet der Mann im Video. Woran das wohl liegen könnte?

Doch den Denkfehler scheint der Mann gar nicht zu bemerken. Auch nicht, als Madison versuchte, ihm zu erklären, dass sein Verhalten ein gutes Beispiel für toxische Männlichkeit sei. Seine Antwort: Er sei nicht einer dieser Idioten, die nur "Mansplaining" betreiben würden. Sicher? Denn die Aussage, "So treffen sich Erwachsene nun mal", klingt schon verdächtig danach, als würde hier jemand versuchen, einer Frau sein Weltbild aufzudrücken.

Madison verlässt die Wohnung ihres Dates fluchtartig

Madison erzählt in einem ihrer TikTok-Videos, dass sie dann irgendwann genug hatte, aufstand und zur Tür ging. Auch der Mann sei aufgestanden und in ihre Richtung gelaufen. Er habe gesagt, dass das der Grund sei, warum Frauen vergewaltigt werden. Da sei ihr klar gewesen, dass sie ganz schnell da raus musste. Ihr Tinderdate bot noch an, sie nach Hause zu bringen, aber Madison hatte genug.

Sie sei förmlich zum Aufzug gerannt und habe sich immer wieder umgedreht, um sicherzugehen, dass der Mann ihr nicht folgte. Vor dem Haus habe sie sich dann ins Blickfeld einer Überwachungskamera gesetzt und noch zehn Minuten lang auf das bestellte Taxi gewartet. "Ich bin sicher da rausgekommen", erzählt Madison. Die Wartezeit seien ihr aber wie die längsten zehn Minuten ihres Lebens vorgekommen.

„Das Schlimmste war, dass er nicht das Gefühl hatte, dass ich das Recht hatte, Nein zu sagen“

Die junge Frau erzählt, dass sie in der Wohnung des Mannes ganz ruhig geblieben sei und nicht panisch wurde, weil sie wusste, dass sie eine Wahl hatte. Es täte ihr nur für andere Frauen leid, mit denen der Mann möglicherweise die gleiche Nummer durchgezogen hat und die sich in der Situation nicht getraut hätten Nein zu sagen. Mit ihren Videos will sie nun anderen, die in ähnliche Situationen kommen, Mut machen und zeigen, dass es ok ist, jederzeit die Notbremse zu ziehen. "Das Schlimmste war, dass er nicht das Gefühl hatte, dass ich das Recht hatte, Nein zu sagen", erzählt Madison auch in einem Interview mit dem Portal "BuzzFeed".

Sie sind Opfer von Gewalt - egal, ob Sie geschlagen, gestalkt oder missbraucht wurden? Sie sind nicht allein, denn es gibt Hilfe. Die wichtigsten Anlaufstellen, an die Sie sich im Notfall wenden können, finden Sie hier.