Sie soll mit einer Millionen Euro vom Chef untergetaucht sein

Riesen-Pudel verrät totgeglaubte Deutsche (47) auf Mallorca

Auf Mallorca ist eine Deutsche festgenommen worden, die ihren Tod vorgetäuscht haben soll, um einem Verfahren wegen Unterschlagung zu entgehen.
Auf Mallorca ist eine Deutsche festgenommen worden, die ihren Tod vorgetäuscht haben soll, um einem Verfahren wegen Unterschlagung zu entgehen.
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05. Mai 2021 - 18:57 Uhr

Totgeglaubte Deutsche auf Mallorca festgenommen

Eine Million Euro soll sich eine 47-jährige Deutsche von ihrem Arbeitsgeber gekrallt und damit unter der Sonne Mallorcas abgetaucht sein. Als sich ihr Ex-Chef das Geld zurückholen und sie vor Gericht zerren wollte, soll sie ihren Tod vorgetäuscht haben. Doch nun ist die mutmaßliche Betrügerin von den Toten auferstanden. Kurios: Ihr Riesen-Pudel hat sie verraten.

Eltern legten Sterbeurkunde der Frau vor

Um einem Verfahren wegen Unterschlagung zu entgehen, soll die 47-Jährige nach Angaben der balearischen Polizei ihren Tod vorgetäuscht haben, schreibt die Zeitung "Diario de Mallorca". Die 47-Jährige stehe im Verdacht, ihren ehemaligen Arbeitgeber um eine Million Euro betrogen zu haben, heißt es.

Als sie deshalb im vergangenen November zu einem Gerichtstermin auf Mallorca erscheinen sollte, hätten ihre Eltern mitgeteilt, sie sei im März in Rostock bei einem Autounfall ums Leben gekommen und hätten eine gefälschte Sterbeurkunde vorgelegt.

Ex-Chef war überzeugt, dass sie noch lebt

Das geschädigte Unternehmen aber bezweifelte die Angaben und beauftragte Privatdetektive. Diese seien aufgrund von Spuren in sozialen Medien zum Schluss gekommen, dass die Frau möglicherweise unter falscher Identität in Santa Ponça auf Mallorca lebte. Da sie wegen Fotos im Internet wussten, dass die Frau einen Riesenpudel besaß, die es sonst nur selten auf der Insel gibt, observierten sie die Gegend um den vermuteten Wohnort der Frau, wie die Zeitung weiter berichtete.

Ein Mann, der mit einem solchen Hund Gassi ging, habe die Detektive schließlich zu dem Haus der Gesuchten geführt. Daraufhin sei die Polizei verständigt worden, die die Frau zuhause festnahm. Dabei habe sie ihre wahre Identität eingestanden. Sie sei einem Haftrichter vorgeführt worden, der sie unter Auflagen freigelassen habe.

dpa/mor

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