Gefahr für Garten- und Kleintiere

Mähroboter reißt Igel fast die Schnauze ab

© Tierarzt Bonn Dr. Ansgar Waldmann

1. Juli 2019 - 18:57 Uhr

Für Menschen hilfreich, für Gartentiere oft tödlich

Gartenfreunde aufgepasst: Mähroboter sind nicht nur praktisch, sondern auch sehr gefährlich. Zumindest für Gartentiere wie Igel, Mäuse und Insekten. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde wieder ein Igel mit schweren Verletzungen zum Tierarzt gebracht. Der Rasenmäher hat dem kleinen Igel fast die ganze Schnauze zerrissen. Doch wie kann man die Mähroboter benutzen, so dass keine Tiere zu Schaden kommen?

Igel mit schweren Verletzungen beim Tierarzt

Mähroboter erleichtern den Menschen das alltägliche Leben, sie sind praktisch und der Rasen sieht immer perfekt aus – aber oft leiden Tiere darunter. Denn die Mähroboter machen keinen Halt vor "tierischen Hindernissen".

So wurde auch dieser kleine Igel mit schweren Verletzungen in die Bonner Tierarztklinik zu Dr. Ansgar Waldmann gebracht. Es war schon der zweite Igel in diesem Jahr, der mit gravierenden Verletzungen in die Bonner Klinik gebracht wurde.

„Helfen Sie uns, die Bonner Igel zu retten!“

Grund genug für den Tierarzt einen Facebook-Post mit einer wichtigen Bitte an alle Gartenfreunde zu schreiben: "Lassen Sie Ihren Roboter nicht nachts laufen. Igel laufen nicht weg, sondern rollen sich ein und das ist oft ihr Todesurteil. Meistens bremsen die Roboter auch nicht oder weichen aus wie es so schön in der Beschreibung steht. Sonst hätten wir diese Verletzungen nicht.
Wenn Sie jemanden kennen, der einen Roboter hat, bitten Sie ihn, den nicht nachts laufen zu lassen."

Innerhalb kürzester Zeit ging der Facebook-Post viral und der Tierarzt bekam viel Zuspruch. Hoffentlich können so, mehr Igel gerettet werden.