Sie wollte den "Fox-Eye-Effect"

Fadenlifting geht in die Hose: Frau hat plötzlich Hörner

Model Jessie Carr vor der OP.
Jessie Carr (21) wollte "Foxy Eyes". Doch der Eingriff ging schief.
Jam Press/@raffaomuniz, Jam Press

Schönheits-OPs sind immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Das musste jetzt auch eine junge Australierin feststellen, die nach einem Beauty-Eingriff plötzlich zwei Hörner im Gesicht hatte.

Beauty-Trend: Fuchsaugen

Die prominenteste Vertreterin des Trends „Foxy Eyes“ ist wohl Bella Hadid. Das Supermodel hat mit ihren Augen, die stark an die eines Fuchses erinnern, eine markante Erscheinung. Während man eine ungefährliche Variante des Trends mit Hilfe von Make-up kreieren kann, gibt es auch die Möglichkeit, die Augen mittels Fadenlifting in die gewünschte Form zu bringen. Und genau diesen Eingriff hat auch Jessie Carr (21) aus Sydney, Australien, bei sich durchführen lassen – jedoch mit unerwünschtem Ausgang.

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Statt "Foy Eyes" bekam sie Hörner

Jessie Carr nach der OP. Ihre Schläfen sind wie Hörner angeschwollen.
Nach einem Fadenlifting hatte Jessie Carr (21) Hörner im Gesicht.
Jam Press/@raffaomuniz, Jam Press

Bei einem Fadenlifting werden Fäden unter der Haut dazu genutzt, um eine bestimmte Partie anzuheben. Im Fall der 21-jährigen Jessie Carr sollten es die Augen und die Augenbrauen sein, die in Richtung der Schläfen geliftet werden. Normalerweise sollten die Fäden so weit unter der Haut sein, dass sie von außen nicht zu sehen sind. Werden die Fäden jedoch nicht weit genug unter der Haut entlang gezogen, kann es zu unschönen Komplikationen kommen, wie Tunc Tiryaki, Facharzt für plastische Chirurgie an der Londoner Cadogan Clinic, gegenüber Jam Press erklärt.

Das wird auch der Grund dafür gewesen sein, dass die 21-jährige Australierin nach ihrem Eingriff statt „Foxy Eyes“ Hörner in ihrem Gesicht vorfand. Tunc Tiryaki sagt im Interview: „In diesem speziellen Fall sind die Fäden zu oberflächlich, was zu einem hornartigen Aussehen führt, das durch Schattenbildung und Ausbeulung der Fäden verursacht wird.“

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In einem zweiten Eingriff sollte alles rückgängig gemacht werden

Für ihren Traum von Fuchsaugen soll Jessie Carr extra nach New South Wales gereist sein, wo sie umgerechnet rund 1.300 Euro gezahlt habe. Nun musste die Australierin nochmals wiederkommen. Denn: Sie wollte den Eingriff und somit die Hörner in ihrem Gesicht wieder rückgängig machen. Nachdem eine Behandlung mit der Ultaformer-Methode, bei der die Fäden aufgelöst werden sollten, nicht den gewünschten Effekt brachte, entschied sich Jessie für einen chirurgischen Eingriff, wie Jam Press berichtet. Bei diesem wurden die Fäden vollständig entfernt.

Doch auch nach diesem Eingriff war die Tortur für die 21-Jährige, die als Model und Empfangsdame in einem Fitnessstudio arbeitet, noch nicht vorbei. Auf Tiktok hat sie ihren Leidensweg mit ihren rund 24.000 Followern geteilt. Statt Hörnern habe sie nach der Entfernung der Fäden einen Kopf wie ein Ei, wie sie selbst gesagt haben soll. In ihren Videos ist zu sehen, dass ihre Schläfen stark angeschwollen sind, und Jessie berichtet von starken Schmerzen: „Ich bekomme die schlimmsten Migräneanfälle, und sogar mein Kiefer tut manchmal richtig weh. Ich glaube, das liegt an dem ganzen Druck. Vielleicht presse ich meinen Kiefer zu sehr zusammen oder so.“ Trotzdem sei sie froh, dass sie sich für die Entfernung entschieden habe.

Chirurg rät vor einer Entscheidung zu genauer Recherchen

Laut Tunc Tiryaki gebe es drei Möglichkeiten, um den Fuchsaugen-Look mittels Schönheits-Behandlung herzustellen: Fadenlifting, Botox und Brauenlifting. Egal für welche Methode man sich entscheidet, ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld ausreichend informiert. Denn: Es könne zu dauerhaften und irreversiblen Schäden kommen. Und der Experte erklärt gegenüber Jam Press: „Die Verwendung von Fäden kann genauso riskant sein wie ein chirurgischer Eingriff.“ Wer auf Nummer sicher gehen will, solle laut Tiryaki lieber auf Photoshop und Beauty-Filter zurückgreifen. (vho)

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