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Leiche in Darmstadt: War es Suizid? Details zur Todesursache des Mannes

Nach Wohnungsräumung mit totem Mieter in Darmstadt

Möbelpacker lagern Leiche ein - Polizei äußert sich zur Todesursache

Arbeiter mit Warnweste trägt Kartons durch Gang zum Lager einer Fabrik || Modellfreigabe vorhanden
In Darmstadt hat eine Speditionsfirma eine Leiche eingelagert. (Symbolbild)
picture alliance / Zoonar, Robert Kneschke

Bei einer Zwangsräumung in Darmstadt hat ein Speditionsunternehmen eine vermeintliche „Puppe“ mitgenommen und eingelagert . Doch es war die Leiche des Mieters – wie sich zwei Monate später herausstellte. Nun sind weitere Details zur möglichen Todesursache klar.

Leiche in Darmstadt eingelagert - Details zur Todesursache

Es ist eine schockierender Vorfall: Im südhessischen Darmstadt hat ein Gerichtsvollzieher eine Wohnung räumen lassen. Der Mieter sei verschuldet und zahlungsunfähig gewesen. Der Zwangsräumung blieb der Mann jedoch fern. Die Möbelpacker räumten schließlich die gesamte Wohnung leer – auch „eine Puppe, wie man sie von Erste-Hilfe-Kursen kennt" wurde mitgenommen, so der Bericht. Zwei Monate später seien allerdings „sichtbare Veränderungen an dem Körper“ gewesen, so der Leiter der Spedition zum „Hessischen Rundfunk“.

Die Obduktion ergab: Es ist die Leiche des Mieters der Wohnung. Doch die Untersuchungen zeigen „kein eindeutiges Ergebnis“. „Derzeit können wir einen Suizid als Todesursache nicht ausschließen“, erklärt Sebastian Trapmann von der Polizei Südhessen im Gespräch mit RTL.

Da die Polizei nicht gesehen habe, wie die Leiche aufgefunden wurde, sei es nicht eindeutig zu klären. Dennoch schließt die Polizei ein Gewaltverbrechen aus. „Es gibt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden“, so Trapmann weiter.

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Darmstadt: Kein Verfahren der Staatsanwaltschaft

Da es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gebe, „hat die Staatsanwaltschaft kein Verfahren eingeleitet“, so der Polizist. Skurril bleibt der Fall aber dennoch. Dass eine Leiche nicht als solche erkannt wurde, habe auch Trapmann noch nicht erlebt. (jaw)

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