Omikron-Welle, Quarantäne-Regeln, Booster-Impfungen

Gesundheitsminister Lauterbach: „Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben“

05. Januar 2022 - 9:04 Uhr

Gesundheitsminister Lauterbach bei "RTL Aktuell" - Ansage vor dem Corona-Gipfel am Freitag

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kündigt im Gespräch mit Moderator Christopher Wittich bei "RTL Aktuell" neue Corona-Maßnahmen an. Es geht vor allem um den Kampf gegen die Omikron-Welle und neue Quarantäne-Regeln. Das Interview sehen Sie im Video.

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Karl Lauterbach kündigt neue Corona-Maßnahmen in Deutschland an

"Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben", sagt Lauterbach am Sonntag bei "RTL Aktuell". Dabei müsse man sich vor allem Gedanken über die Quarantäne machen. "Wie lang muss die Quarantäne sein für diejenigen, die zum Beispiel in der kritischen Infrastruktur arbeiten. Diejenigen, die in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern arbeiten. Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir die Quarantäneverordnung verändern für diejenigen, die schon geboostert sind", so der Bundesgesundheitsminister.

Weiter sagt Lauterbach: "Und wir müssen uns überlegen: Wie können wir verhindern, dass die Omikron-Welle zu groß wird. Also welche Kontaktbeschränkungen sind hier angemessen, sodass wir eine Durchseuchung vermeiden. Die können wir uns einfach bei der großen Zahl der Ungeimpften, die wir in Deutschland haben, nicht leisten."

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Karl Lauterbach mit Appell an die Ungeimpften

"Die Omikron-Variante scheint bei Geimpften tatsächlich glimpflicher zu verlaufen. Das gilt insbesondere übrigens für Booster-Geimpfte, die sich zum größten Teil gar nicht erst infizieren und wenn sie sich infizieren, dann nur leicht erkranken. Aber auch die doppelt Geimpften erkranken in der Regel nicht schwer, das ist die gute Nachricht", erklärt Lauterbach.

Es gäbe aber auch eine schlechte Nachricht: "Leider ist es so, dass wir diesen Schutz für die Ungeimpften nicht reklamieren können. Somit sind diejenigen, die besonders ins Risiko gehen, die Ungeimpften. (...) Daher mache ich mir da große Sorgen. Und ich glaube der wichtigste Appell den man da machen kann ist, dass die Ungeimpften wenigstens sich noch die erste Impfung abholen."

Denn: zwei Wochen nach der ersten Impfung könne man das Risiko, sehr schwer zu erkranken oder zu versterben, deutlich senken, so der Gesundheitsminister. (ihe)

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