5. März 2018 - 17:03 Uhr

Ärzte gaben Rob Mooberry keine Chance

"Sie haben Darmkrebs und nur noch wenige Wochen zu leben" – das war die Schockdiagnose, die Rob Mooberry 2012 erhielt. Heute ist er seit fünf Jahren krebsfrei und sagt: Das liegt an meiner veganen Rohkost-Diät, die ich statt Chemo und Bestrahlung durchgezogen habe. Kann das wirklich zusammenhängen?

Chemotherapie, Bestrahlung und Operation - nichts half Rob Mooberry

Robs Tumor hatte bereits gestreut. Seine Diagnose: Darmkrebs im Endstadium. Dennoch gab er nicht auf. Für sich und vor allem für seine Freundin Amanda wollte Rob weiterleben. Er machte eine Chemotherapie, ließ sich bestrahlen und operieren. Doch nichts half. Eine weitere Behandlung würde es für ihn nicht geben, entschied er. Stattdessen setzte Rob auf eine drastische Ernährungsumstellung. Wie der 'Mirror' berichtet, nahm Rob Mooberry nur noch streng veganes Essen zu sich. Ungesundes wurde völlig gestrichen. Stattdessen setzten er und Amanda auf natürliche Kräuter. "Unsere Ärzte sagten uns, dass wir naiv seien, aber drei Wochen später war Robs Krebs zu 80 Prozent verschwunden. Anfang Dezember 2014 gab es keine Anzeichen einer Krankheit mehr", erzählt Amanda.

Wir haben mit einem Onkologen gesprochen und ihn gefragt, wie das sein kann. Ist der Zusammenhang von Robs Krebsbekämpfung und seiner Ernährungsumstellung ein Zufall, oder kann veganes Essen Krebs wirklich besiegen? Im Video gibt der Experte eine Einschätzung.

Darmkrebs: Für ein Drittel der Erkrankten endet er tödlich

Beschwerden im Darm? Wird Darmkrebs früh erkannt, ist er oft heilbar. Deshalb sollte man die Angebote zur Früherkennung in Anspruch nehmen. Foto: Monique Wuestenhagen
Wird er früh erkannt, sind die Heilungschancen bei Darmkrebs sehr gut.
© DPA

Bei 95 Prozent aller Darmkrebserkrankungen handelt es sich um sogenannte kolorektale Karzinome, so auch im Fall von Rob Mooberry. Die Karzinome bilden sich aus den Drüsenzellen der Darmschleimhaut und werden je nach Lokalisation in Kolonkarzinome (Dickdarm) und Rektumkarzinome (Mastdarm) unterteilt. Schätzungen des Robert-Koch-Instituts zufolge Erkrankten im Jahr 2014 etwa 35.500 Männer und 28.400 Frauen an Darmkrebs. Ein Drittel der Betroffenen starb innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose folgenden. Generell gilt: Je früher der Krebs diagnostiziert wird, desto höher sind die Heilungschancen.

Darmkrebs-Symptome treten oft erst recht spät auf und äußern sich in einer Veränderung des Stuhls mit Blut- oder Schleimanteil, sehr schlechtem Geruch und – durch tumorbedingte Verengungen im Darm – bleistiftförmigem Stuhl. Hinzu kommen wechselweise auftretender Durchfall und Verstopfung, krampfartige Bauchschmerzen sowie Blähungen, die möglicherweise von ungewolltem Stuhlabgang begleitet werden. Weitere Anzeichen für ein kolorektales Karzinom sind ein starker Gewichtsverlust mit sichtbarer Auszehrung sowie Blutarmut (Anämie).