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Kraftlos, müde, Gedächtnislücken: Rennrodlerin Dajana Eitberger leidet unter Folgen von Corona

Rennrodlerin Dajana Eitberger müde und kraftlos

Noch immer leidet sie unter den Folgen ihrer Corona-Erkrankung

ARCHIV - 02.01.2022, Nordrhein-Westfalen, Winterberg: Rodeln: Weltcup, Einsitzer, Frauen, 1. Durchgang: Dajana Eitberger aus Deutschland fährt im Eiskanal. (zu dpa: «Rennrodlerin Eitberger machen Folgen von Covid-Erkrankung zu schaffen») Foto: Friso
Rennrodlerin Dajana Eitberger im Eiskanal.
frg nic, dpa, Friso Gentsch

Sie ist müde, sie ist kraftlos, sie plagen Gedächtnislücken. In einem Interview hat die deutsche Rennrodlerin Dajana Eitberger verraten, wie sie auch Monate nach ihrer Corona-Infektion noch unter den Folgen leidet. An schlechten Tagen reicht es für die Leistungs-Sporterlin gerade mal für einen Spaziergang.

An guten Tagen klappt es schon wieder mit dem Training, aber ...

Der "Süddeutschen Zeitung" berichtete die 31-Jährige von körperlicher Schwäche, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnislücken. An schlechten Tagen reiche die Kraft gerade für die nachmittägliche Buggy-Runde mit dem zwei Jahre alten Sohn. An guten Tagen schaffe sie inzwischen wieder das Training auf der Eisbahn, "ohne dass ich mich eine Woche lang davon erholen muss", sagte Eitberger.

Die gebürtige Thüringerin, die in Augsburg lebt, hatte die abgelaufene Olympia-Saison nach Stürzen in Sigulda in Lettland vorzeitig beendet. "Da hab ich kapiert, dass ich noch gar nicht fit war und viel zu früh nach der Corona-Infektion wieder trainiert habe", erklärte Eitberger nun. Die folgenden Winterspiele in Peking verpasste die Olympia-Zweite von 2018, die nach ihrer Corona-Infektion im Dezember bereits beim Weltcup in Winterberg gestürzt war.

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Jetzt will sie psychologische Hilfe in Anspruch nehmen

Das technische Know-how sei immer ihre Stärke gewesen, erklärte Eitberger, "jetzt kriege ich das Puzzle nicht mehr zusammen". Sie will nun erstmals psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, um wieder Vertrauen in ihren Körper zu finden.

An die Sportverbände appellierte sie, von langwierigen Covid-Folgen betroffene Athletinnen und Athleten nicht sich selbst zu überlassen. Es brauche Angebote, Fürsorge und mehr Verständnis. (dpa/lde)