Plötzlich-Rücktritt kostete ihn viel Geld

Rosberg: "Da lagen 100 Millionen Dollar auf dem Tisch"

Nico Rosberg (hier mit Frau Vivian) trat 2016 kurz nach seinem WM-Triumph ab
Nico Rosberg (hier mit Frau Vivian) trat 2016 kurz nach seinem WM-Triumph ab
© imago/LAT Photographic, imago sportfotodienst

15. August 2021 - 19:46 Uhr

Nico Rosberg: Rücktritt war richtige Entscheidung

Nico Rosberg hat etwas geschafft, was nur ganz wenige Profisportler schaffen: Der heute 36-Jährige trat auf dem Höhepunkt seiner Karriere zurück. Ende 2016 kehrte Rosberg der Formel 1 als frisch gebackener Weltmeister den Rücken. Eine Entscheidung, sagt er heute, die sein Leben positiv beeinflusst, ihn aber auch ein Vermögen gekostet habe.

"Wollte keiner sein, den keiner mehr haben will"

Mit seinem Knall-auf-Fall-Rücktritt nach der Formel-1-Saison 2016 überraschte und schockierte Nico Rosberg die Motorsport-Welt. Ausgerechnet der amtierende Weltmeister zog sich von jetzt auf gleich aus dem Geschäft zurück und verließ ein Team, das ihm auch in Zukunft Erfolge garantiert hätte.

So kontrovers seine Entscheidung auch war, so sehr steht Rosberg auch heute noch dahinter. "Ich wollte als jemand gehen, der in der Vergangenheit eine Größe war, nicht als jemand, den keiner mehr haben will", begründete er im "Times"-Interview seinen Entschluss.

Mehr Familie statt noch mehr Geld

Dass sein Rückzug nicht ohne Nebenwirkungen blieb, gab der Weltmeister von 2016 offen zu. "Da lagen 100 Millionen US-Dollar auf dem Tisch, auf die ich verzichtet habe", verriet Rosberg, was ihm eine Fortsetzung seiner Karriere wahrscheinlich auf das Konto gespült hätte.

Er habe sich letztlich aber nach "einer anderen Art von Leben gesehnt", gab der langjährige Mercedes-Pilot Einblicke in seine Gefühlswelt: "Man ist nicht flexibel, wenn man Rennen fährt. Für meine Familie war es die beste Entscheidung. Ich habe keine Sekunde über das Geld nachgedacht."

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"Reißleine" in Beziehung zu Hamilton

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Nico Rosberg (l.) und Lewis Hamilton fuhren sich in ihrer Mercedes-Zeit mehrmals in die Karre - hier 2016 in Barcelona.
© imago/LAT Photographic, imago sportfotodienst

Das angespannte bisweilen feindselige Verhältnis zwischen ihm und Silber-Erzivale Lewis Hamilton verglich Rosberg mit einer Geschäftsbeziehung, in der beide Partner am Ende einfach nicht mehr zusammenarbeiten können und die Reißleine ziehen müssen.

"Weil so viel auf dem Spiel steht. Sie streiten sich immer mehr und mehr und trennen sich dann, weil es um viel Geld und Anerkennung geht." (sport.de/mar)