Kohlenmonoxid-Vergiftung: So können Sie sich schützen

7. Februar 2018 - 17:10 Uhr

Das Schlimmste ist, man merkt die Kohlenmonoxid-Vergiftung kaum

Immer häufiger kommt es in deutschen Haushalten zu Kohlenmonoxid-Unfällen und das Schlimmste dabei ist: die betroffenen Personen merken es meistens nicht. Doch wie kommt es überhaupt zu einer Vergiftung und was ist Kohlenmonoxid eigentlich? Und wie kann man sich dagegen schützen? Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

So kommt es zu einer Vergiftung

Es kann theoretisch jedem passieren: Dort, wo Heizungen, Gasthermen und Öfen Zuhause sind, dort besteht auch ein Risiko auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas. Sobald zu viel CO-Gas bei einem unsauberen Verbrennungsprozess freigesetzt wird, kann dies schädlich für uns sein. Auslöser dafür kann zum Beispiel ein verstopfter Kamin, die Verwendung eines Holzkohlegrills im geschlossenen Raum oder eine undichte Gastherme sein. Sollten Sie einen Kamin und ein Abluftgerät wie eine Dunstabzugshaube gleichzeitig in einem Raum betreiben, dann kann auch schon alleine durch den Unterdruck der Abzugshaube ein erhöhter Kohlenstoffmonoxid-Gehalt entstehen.

Kohlenmonoxid wird dann unbemerkt über die Atemwege aufgenommen und gelangt somit ins Blut. Dort bindet es sich anstatt an Sauerstoff an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Organe und Gewebe werden dann nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Bei diesen Anzeichen ist Vorsicht geboten

Oftmals wird die Vergiftung gar nicht wahrgenommen, da Sie das Gas weder schmecken oder riechen können. Bei folgenden Symptomen sollten Sie jedoch aufmerksam werden:

  • (stechender) Kopfschmerz
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Müdigkeit

Im schlimmsten Fall können Kohlenmonoxid-Vergiftungen zum Tod führen, deswegen sollten Sie schnell reagieren, sobald Sie eines dieser Anzeichen spüren. Wenn eine Kohlenmonoxid-Vergiftung rechtzeitig erkannt wird, sollten Sie so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Es ist auch ratsam, noch vor Ort alle Fenster zu öffnen, so dass die Betroffenen wieder mit genug Sauerstoff versorgt werden.

Das können Sie tun, um sich zu schützen

Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, können Sie mit diesen Maßnahmen einen Kohlenmonoxid-Ausstoß verhindern:

  • Regelmäßige Wartungen und Überprüfungen der entsprechenden Geräte durch Fachpersonal (Schornsteinfeger, Heizungstechniker)
  • Mieter oder Hauseigentümer sollten zudem immer auf Abweichungen oder Schäden an ihren Anlagen achten.
  • CO-Melder in der Nähe von Heizungen/Öfen aufstellen (diese erkennen eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration im Raum)

Unsere Kollegin Liv von Boetticher hat eine Vergiftung am eigenen Leib mit viel Glück überlebt: Sie ist an den Weihnachtstagen vor dem Kachelofen eingeschlafen, hat aber noch rechtzeitig gemerkt, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Wie sie diese Situation erlebt hat und was sie jetzt anderen rät, erfahren Sie im Video.