Klopapier hamstert keiner mehr

DIESE Produkte sind im zweiten Lockdown besonders beliebt

Klopapier scheint im zweiten Lockdown out zu sein.
Klopapier scheint im zweiten Lockdown out zu sein.
© dpa, Rene Traut, mg tba gfh

22. Februar 2021 - 16:11 Uhr

Viele Läden seit zwei Monaten dicht

Leere Regale in den Supermärkten im ersten Lockdown: Nudeln, Mehl und Klopapier waren Mangelware. Wochenlang. Doch das scheint im zweiten Lockdown kein Thema mehr zu sein. Seit dem 16. Dezember 2020 sind ein Großteil der Geschäfte wegen Corona wieder dicht. Auch Fitnessstudios, Massagesalons und Kosmetiker dürfen nicht öffnen. Das hat Auswirkungen auf das Verhalten der Verbraucher. Welche Produkte jetzt vermehrt bei Kunden im Einkaufskorb landen.

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Mehr Farbe, weniger Styling

Weil die Friseure derzeit noch nicht geöffnet haben, brauchen die Menschen offenbar auch weniger Stylingprodukte, um die frisch geföhnte Frisur in Form zu bringen. Und wer abends nicht ausgeht, muss sich auch nicht stylen. Besonders im Bereich Haarstyling gehen deshalb die Umsätze teilweise im Vergleich zum Vorjahr zweistellig zurück. Dafür erleben andere Haarprodukte derzeit einen regelrechten Boom: Online-Anbieter wie eBay und Amazon bestätigen, dass die Nachfrage nach Haarscheren und Haarmaschinen kontinuierlich anhält. "Wir machen in einer Woche so viele Bestellungen wie 2019 in einem Monat", zitiert Chip.de einen Händler, der auf Amazon Haarschneide-Equipment verkauft.

Ebenso Hoch im Verkaufskurs: Haarfärbemittel und Tönungen. Die Umsätze der Hersteller liegen nach den Berechnungen von IRI im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 40 Prozent erhöht. Drogerie-Mitarbeiter bestätigen, dass sie in den Filialen deutlich häufiger zu Anwendung und Produktangebot von Haarfärbemittel gefragt werden, so Chip.de

Tomatenmark und Energydrinks

Spaghetti mit Tomatensoße oder eine Grundlage für eine selbstgemachte Pizza: Zuhause wird derzeit gekocht und lecker für die Kinder soll es auch noch sein. Daher greifen wohl viele Menschen derzeit vermehrt zum Tomatenmark als Grundlage für Tomatensoßen. Das IRI verzeichnete Chip.de zufolge ein Umsatzplus von über 30 Prozent.

Auch Energydrinks wurden seit Anfang des Jahres stärker von Verbrauchern in den Einkaufswagen gelegt. "Durch das Wetter fühlen sich viele Menschen möglicherweise müde und schlapp, Energydrinks gelten als Wachmacher", erklären Branchenanalysten. Zudem würden Verbraucher die Getränke zum Mischen von Cocktails nutzen, so chip.de weiter.

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Klopapier ist weiter vorrätig

Die Nachfrage nach Toilettenpapier ging im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dennoch ist das Papier weiterhin begehrt. Viele arbeiten von zu Hause aus und die Restaurants sind dicht. Zur Toilette gehen wir im Moment also nur noch in den eigenen vier Wänden.