Aber erst im nächsten Jahr!

Mehr Kindergeld und Steuerentlastungen: So will Christian Lindner die Bürger entlasten

ARCHIV - 01.07.2022, Berlin: Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, stellt den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2023 und den Finanzplan bis 2026 in der Bundespressekonferenz vor. (zu dpa Lindner gegen Beschneidung des Dienstwag
Finanzminister Christian Lindner
bsc, dpa, Kay Nietfeld

Bundesfinanzminister Christian Lindner will für nächstes Jahr ein Entlastungspaket von 10,1 Milliarden Euro schnüren. Das berichtet der „Spiegel.“

Inflationsgewinne des Staates sollten an die Bürger zurückgegeben, zudem das Kindergeld erhöht werden, berichtete der "Spiegel". 2024 sei dann mit einer Entlastung im Umfang von rund vier Milliarden Euro zu rechnen. Lindner wolle sein Konzept noch diese Woche vorstellen.

Diese Entlastungen plant der Finanzminister für 2023

  • Konkret soll der steuerliche Grundfreibetrag von derzeit 10.348 Euro auf 10.633 Euro im nächsten Jahr und auf 10.933 Euro im übernächsten Jahr steigen.
  • Der Spitzensteuersatz, der gegenwärtig bei einem zu versteuernden Einkommen von 58.597 Euro einsetzt, solle 2023 erst bei einer Größenordnung von 61.972 Euro greifen, ein Jahr später bei 63.521 Euro.
  • Das Kindergeld für die beiden ersten Kinder solle 2023 um acht Euro auf dann 227 Euro zulegen. Für das dritte Kind würden Eltern zwei Euro mehr bekommen, dann ebenfalls 227 Euro. Für das vierte Kind soll es bei 250 Euro bleiben. 2024 würde das Kindergeld für die ersten drei Kinder noch einmal um sechs Euro steigen.

Der Finanzminister selbst wollte sich auf RTL-Nachfrage nicht zu dem Bericht äußern.

Entlastungen noch für 2022 hatte Lindner zuletzt mehrfach abgelehnt. In der Finanzplanung stünden dafür „keinerlei Mittel zur Verfügung“, sagte er zum Beispiel der „Augsburger Allgemeinen“ in Bezug auf das 9-Euro-Ticket. Eine „Gratismentalität à la bedingungsloses Grundeinkommen“ überzeuge ihn auch nicht im öffentlichen Nahverkehr. Für diese Aussage wurde er von Wohlfahrtsverbänden kritisiert.

(reuters/eku)

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