Francis Wayne Alexander wurde vor mehr als 40 Jahren ermordet

Chicago: Neues Opfer vom Killer-Clown John Wayne Gacy identifiziert

26. Oktober 2021 - 12:32 Uhr

Ermittler suchen immer noch nach den Namen weiterer Opfer

Francis Wayne Alexander – dieser Name ist der neueste auf der Liste der Jungen und Männer, die dem berühmt gewordenen US-Serienmörder John Wayne Gacy zum Opfer gefallen sind. Zum Zeitpunkt seines Todes Mitte der 1970er-Jahre war das Opfer etwa 21 Jahre alt, wie am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt gemacht wurde. Warum seine Familie Wayne Alexander nie vermisst gemeldet hatte – mehr dazu im Video.

Die Familie dachte, er wollte mit ihnen nichts mehr zutun haben

This image displayed at a news conference by the Cook County Sheriff's Office on Monday, Oct. 25, 2021, shows three photos of Francis Wayne Alexander, a North Carolina native who has been identified as one of the victims of John Wayne Gacy. Alexander
Francis Wayne Alexander heißt das jetzt identifizierte Opfer
© AP, CA

Die Polizei hatte seine Überreste damals in einem Kriechkeller unter Gacy's Haus im US-Bundesstaat Illinois, in Chicago, gefunden – zusammen mit 25 weiteren Leichen. Jetzt, nach mehr als 40 Jahren, wurde sein Name endlich bekannt. Erst kurz vor seinem Verschwinden zog der junge Mann nach Chicago. In welcher Beziehung Alexander zu Gacy stand oder woher sie sich kannten, ist nicht bekannt.

Seine Identität konnte mit dem DNA Doe Project herausgefunden werden. In diesem Projekt werden die DNA-Profile von Verbrechensopfern mit einer Geneologie-Website verglichen – so fanden die Ermittler die Familie des Opfers. Anschließend gaben die Mutter und der Halbbruder DNA-Proben ab, wodurch die Identität abschließend festgestellt wurde.

Die Familie meldete den Jungen nie als vermisst, sagte der zuständige Sheriff Tom Dart. Sie hatten geglaubt er sei abgehauen und wolle mit der Familie nichts mehr zu tun haben. Seine Schwester erklärte nun, sie sei dankbar für die Gewissheit. So kann die Familie einen Abschluss finden.

Für mehr Informationen:

Die RTL Crime-Doku "Clown und Candyman – Tödlicher Teeniehorror" zeigt die dunkle Geschichte von Gacy und auch von dem Serienkiller Dean Corll, dessen Taten als Massenmord von Houston die Medien beherrschte. Die Doku sucht Antworten auf die Frage: Gibt es womöglich mehr Opfer als bislang angenommen?

Die vierteilige True Crime-Serie zeigt schockierende Details, bisher nie zuvor veröffentlichte Sprachaufnahmen von Gacy und den unermüdlichen Einsatz der Ermittler, bislang namenlose weitere Opfer zu identifizieren.

Er tötete mindestens 33 junge Männer und Kinder

FILE - This 1978 file photo shows serial killer John Wayne Gacy, who was convicted of killing 33 young men and boys in the Chicago area in the 1970s and executed in 1994. More than 40 years after a collection of decaying bodies was found beneath Gacy
John Wayne Gacy tötete mehr als 30 Menschen.
© AP, SS CH KXS**NY** BJS**NY** SEP**N MG

Gacy ging als Serienkiller in die US-Kriminalgeschichte ein. Er tötete in den 70er-Jahren mindestens 33 Jungen und junge Männer in Chicago. Er soll sie in den meisten Fällen zuerst vergewaltigt und dann getötet haben.

1980 wurde er dann verurteilt – er bekam gleich 21-mal lebenslänglich und 12-mal das Todesurteil. Während der Verhandlungen zeigte er keine Reue, im Gegenteil. Er machte noch zynische Bemerkungen und erklärte sein einziges Verbrechen sei es gewesen, einen Friedhof ohne Lizenz geführt zu haben.

Im Jahr 1994 wurde er mit einer Giftspritze schließlich hingerichtet. Zu seiner Hinrichtung kamen rund 1.000 Schaulustige. Als sein Tod festgestellt wurde, brach vor der Anstalt spontaner Jubel aus.

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Vorlage für Stephen Kings Roman "Es"

Gacy wurde als Serienkiller bekannt und ein Phänomen in der Pop-Kultur. Stephen King's berühmter Bestseller "Es" wurde durch ihn inspiriert, denn Gacy wurde auch als Killer-Clown berühmt. Auf Kindergeburtstagen und Straßenfesten soll er sich als "Pogo der Clown" verkleidet haben.

Auch in diesem Kostüm soll er später, laut eigener Aussage, einige Morde begangen haben. Der aktuelle Ermittlungsstand regt allerdings Zweifel daran. (fst)