Lauterbach macht es

Keine Maskenpflicht mehr in Fernzügen

Schluss mit Maskenpflicht in Fernzügen! Statement Karl Lauterbach
01:31 min
Statement Karl Lauterbach
Schluss mit Maskenpflicht in Fernzügen!

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Viele Bundesländer haben die Maskenpflicht in Regionalbussen und –zügen schon abgeschafft, jetzt legt der Bund nach. In einem Statement am Freitagvormittag verkündete Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dass auch im Fernverkehr die Maskenpflicht zum 2. Februar wegfallen wird. Insgesamt will Lauterbach in der Pandemie auf mehr Eigenverantwortung der Menschen setzen.

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Lauterbach: "Pandemielage hat sich stabilisiert"

Lauterbach spricht in seinem Statement von einer Neubewertung der Corona-Lage. Konkret bedeutet das, dass vulnerable Gruppen zwar weiter geschützt werden müssten, aber: „wir können im Alltag etwas mehr Eigenverantwortung wagen.“

Etwas mehr Eigenverantwortung bedeutet auch das Wegfallen der FFP2-Maskenpflicht im Fernverkehr. Gründe nennt Lauterbach dafür auch: „Die Pandemielage hat sich stabilisiert.“ Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen gehe zurück. Die Lage sei zwar angespannt, „aber doch beherrschbar,“ begründet der Gesundheitsminister seine Entscheidung. Die Experten gingen auch nicht davon aus, dass es noch zu einer schweren Winterwelle kommen werde. Auch besonders gefährliche neue Varianten des Virus seien nicht in Sicht.

Er habe auch in Absprache mit den Ländern die Aussetzung der Maskenpflicht in Zügen beschlossen, sagte Lauterbach. "Es ist aber trotzdem so, dass ich an die Bevölkerung appelliere, weiter in Innenräumen und auch in den Zügen freiwillig Maske zu tragen." Die Pandemie gehe zwar über in die endemische Phase, jeder sei aber gut beraten, die Maske zu tragen, um sich und andere zu schützen. Die Langzeitfolgen seien weiterhin nicht geklärt. "Aber wir müssen einfach mehr auf Eigenverantwortung und Freiwilligkeit setzen."

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Lauterbach reagiert auf Kritik

Seit Wochen hatten viele Politiker und Gesundheitsexperten den Wegfall der Maskenpflicht im Fernverkehr gefordert. So hatte der neue Chef der Gesundheitsministerkonferenz und baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) noch am Donnerstag erklärt: „Ziel sollte es sein, dass es ab Februar möglichst einheitliche Regeln im ganzen Bundesgebiet gibt. Wenn jetzt die Maskenpflicht im Nahverkehr fällt, sollte sie parallel auch im Fernverkehr fallen“.

Ähnliche Forderungen hatte es auch von Bundesverkehrsminister Volker Wissing und der Deutschen Bahn gegeben.

Lauterbach selbst hatte eine frühere Abschaffung der Maskenpflicht im Fernverkehr bisher nicht ausgeschlossen, ein konkretes Datum dafür hatte es allerdings noch nicht gegeben. Eigentlich sollte die FFP2-Maskenpflicht in Fernbussen und –zügen noch bis zum 7. April diesen Jahres gelten.

Buschmann für Aufhebung aller Corona-Schutzmaßnahmen

Das vorgezogene Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr ist bei Bundesjustizminister Marco Buschmann auf große Zustimmung gestoßen. Der FDP-Politiker sprach sich zudem am Freitag für eine rasche Aufhebung aller weiteren Corona-Schutzmaßnahmen aus. „Die Pandemie mit ihren Einschränkungen ist die Ausnahme, Freiheit ist die Regel“, sagte Buschmann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es sei daher „richtig und überfällig, dass wir zum 2. Februar aus der Maskenpflicht im Fernverkehr aussteigen“. Grundrechtseingriffe müssten immer gut begründet sein.

Angesichts der positiven Entwicklung der Pandemie in den vergangenen Wochen seien die Schutzmaßnahmen täglich schwerer zu rechtfertigen. „Meines Erachtens können auch die anderen Schutzmaßnahmen vor dem 7. April aufgehoben werden“, fügte er hinzu. (khe/mit dpa)

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