Vor kurzem erntete sie Shitstorm, weil sie das N-Wort sagte

Annalena Baerbock will gendergerechte Gesetzestexte

Annalena Baerbock würde sich als Kanzlerin für gendergerechte Gesetzestexte einsetzten.
Annalena Baerbock würde sich als Kanzlerin für gendergerechte Gesetzestexte einsetzten.
© dpa

01. August 2021 - 9:46 Uhr

Erst Plagiatsvorwürfe, jetzt differenzierte Sprache

Wochenlang stand die Kanzlerkandidatin der Grünen wegen Plagiatsvorwürfen im Fokus. Dabei ging es konkret um ihr Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern". In einem Interview erklärte Annalena Baerbock jetzt, dass sie als Kanzlerin genau auf die Wortwahl in Gesetzestexten achten wolle. Diese sollen in Zukunft in geschlechtergerechter Sprache verfasst sein, das sagte sie im Gespräch mit dem Tagesspiegel

Baerbock selbst benutzte vor kurzen das N-Wort

Sie sprach sich darin für einen sensibleren Umgang mit Sprache aus. "Sprache kann auch ausgrenzen. Und es ist wichtig, dass wir das als Gesellschaft immer wieder reflektieren." Baerbock selbst hatte sich in der vergangenen Woche entschuldigt, weil sie in einem Gespräch mit dem Zentralrat der Juden das N-Wort genutzt hatte.

Baerbock appellierte beim Sprachgebrauch zu mehr Rücksicht. "Wenn ich weiß, dass bestimmte Begriffe einzelne Personen oder Gruppen verletzen, dann sollte man versuchen, die Dinge anders auszudrücken, aus Respekt", sagte Baerbock dem Tagesspiegel. Die Grünen-Politikerin hält jedoch nichts von Sprachverboten: "Freiheit bedeutet, denken, sprechen und träumen zu können, wie man möchte." (dky/ dpa)

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