Die große RTL-Kältereportage

Kältebusse gibt es in vielen großen Städten: Hier bekommen Obdachlose Hilfe

19. Januar 2019 - 21:09 Uhr

Bahnstationen für Obdachlose trotz Frost und Schnee gesperrt

Der Winter nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Das bedeutet für die Obdachlosen vor allem nachts, dass es kalt und gefährlich wird. In Berlin dürfen sie aktuell nicht mehr in U-Bahnhöfen übernachten. Wie es in anderen Städten aussieht - und wo Obdachlose in kalten Nächten wirklich Unterstützung finden, zeigen wir Ihnen im Video.

Immer mehr Menschen haben keine Wohnung

Mit der Kälte beginnt für die Menschen ohne soziales Netz die Suche nach einem sicheren Schlafplatz. Zwar gibt es Notunterkünfte in vielen Städten, doch sind diese oftmals überfüllt. U-Bahnhöfe sind dann die letzte Zuflucht.

52.000 Menschen galten laut der "Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe" zuletzt im Jahr 2016 als obdachlos - Tendenz steigend. Die Zahl der Wohnungslosen liegt aktuell vermutlich sogar bei 1,2 Millionen Menschen. Sie leben bei Freunden, Bekannten oder in Wohnheimen.

Kein U-Bahn-Obdach in München und Düsseldorf

Auf Nachfrage bestätigten auch die Verkehrsbetriebe in München und Düsseldorf, dass das Schlafen in U-Bahnhöfen nicht gestattet ist. Die Münchener Verkehrsgesellschaft verwies auf das sogenannte "Kälteschutzprogramm", das seit November auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne Betten für Wohnungslose zur Verfügung stellt.

Auch die Stadt Düsseldorf bietet zwischen März und November Schlafplätze sowie die Versorgung Obdachloser mit den nötigsten Hygieneartikeln an. Der einzige Haken: Es sind nur 20 Plätze für Männer und sechs für Frauen vorgesehen. Ähnlich sieht es zum Beispiel auch in Hamburg aus. In Köln bleiben die U-Bahnhöfe dagegen offen.

Hilfe gibt es in großen Städten bei den Kältebussen

Der Kältebus steht am 05.01.2016 in Berlin vor dem Hauptbahnhof. Foto: Paul Zinken
Kältebus in Berlin
© DPA

Die Kältebusse sind ein Angebot der Obdachlosenhilfe. Diese sind in vielen großen Städten in Deutschland unterwegs und helfen Menschen in großer Not. Sie fahren durch die Großstädte und suchen Obdachlose auf. Dort können sie sich aufwärmen. Sie bekommen heiße Getränke und bei Bedarf Kleidung und einen warmen Schlafsack. 

Die Mitarbeiter der Kältebusse können auch gerufen werden. Diese Nummern stehen dafür zur Verfügung. Rufen Sie die Busse an, wenn Sie frierende Obdachlose sehen.

Kältebus Berlin: 0178-523 58-38

Kältebus Köln: 0221-25974244 oder 0176-24071312

Gutenachbus Düsseldorf: 01578-3505152

Mitternachtsbus Hamburg: 040-42828-5000

Kältebus Frankfurt am Main: 069-431414

Kältebus München: 089-200045930

Kältebus Dresden: 0351-8036581

Kältebus Krefeld: 0163-1452811

Kältebus Hannover: 0511-9904015

Kältebus Mainz: 0172-6128282

Kältehilfe Stralsund: 03831-703690

Bei Lebensgefahr bitte sofort die 112 rufen.