Was sich die trauernde Mutter jetzt wünscht

Junge (8) klagt über Bauchschmerzen - und stirbt an einem Hirntumor

Isaiah Jarrett
Isaiah Jarrett aus Birmingham wurde nur acht Jahre alt
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Eigentlich hatte Isaiah Jarrett aus Birmingham in England sein ganzes Leben noch vor sich, jetzt ist er tot – viel zu früh gestorben, wobei die Ärzte den Ernst seiner Lage offenbar zunächst nicht erkannt hatten. Der Achtjährige hatte über Bauchschmerzen geklagt, kam ins Krankenhaus, wo zunächst eine Magen-Darm-Entzündung diagnostiziert wurde. Dass ein aggressiver Gehirntumor der Grund für die Schmerzen war, stellte sich erst später heraus. Jetzt plant Isaihas Mutter Dena Allen (36) ein Projekt, das anderen Betroffenen helfen soll.

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"Mein Verstand wurde leer und ich fiel auf die Knie"

Als der achtjährige Isaiah ins Krankenhaus kommt, stellen die Ärzte zunächst die Diagnose Gastroenteritis, eine Entzündung des Magen-Darm-Traktes. Eine Diagnose, die sich als falsch herausstellen sollte.

Denn: Nach extremen Anfällen von Erbrechen, einem steifen Nacken und Kopfschmerzen, die den kleinen Jungen quälen, zeigt sich auch nach fünf Wochen keine Besserung. Isaiahs Mutter fordert daraufhin die Ärzte auf, erneut zu untersuchen, was mit ihrem Jungen nicht stimmt.

Ein CT-Scan bringt erschütternde Klarheit: Die Aufnahmen zeigen eine golfballgroße Masse im Kopf des kleinen Jungen. Während einer 15-stündigen Operation stellen die Mediziner dann ein Medulloblastom fest, einen bösartigen Hirntumor.

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„Mein Kopf war leer, ich fiel auf die Knie", erinnert sich Dena Allen bei Birmingham Live an jenen Moment, als sie von der schrecklichen Nachricht erfährt. „Ich dachte, es hätte etwas mit seinem Bauch zu tun. Niemals hätte ich damit gerechnet, zu erfahren, dass mein kleiner Junge einen Gehirntumor hat."

Isaiah Jarrett (8)
Der kleine Isaiah Jarrett (8) hat den Kampf gegen den Krebs verloren.
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Dena Allen hörte die Stimme ihres Sohnes nie wieder

Besonders dramatisch: Unmittelbar nach der Operation verliert der Achtjährige aufgrund der Lage des aggressiven Tumors seine Stimme.

"Nach seiner ersten Operation hörte ich Isaiahs Stimme nie wieder. Er lernte schließlich, sich durch Gesten und Gemurmel zu verständigen", so die siebenfache Mutter, die ihren Job als Pflegerin aufgibt, um sich ganz um ihren Sohn kümmern zu können.

Isaiah wird noch weitere Male operiert und muss sich einer intensiven Chemo- und Strahlentherapie unterziehen. Doch der Krebs streut, breitet sich in dem kleinen Körper immer weiter aus, raubt dem Jungen alle Kraft.

Am 20. Juli 2022 stirbt Isaiah, acht Monate nach der schrecklichen Diagnose.

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Dena Allen hofft, dass anderen Hirntumorpatienten in Zukunft geholfen werden kann

Nach dem tragischen Verlust will Dena Allen weiterkämpfen. Sie ist der Wohltätigkeitsorganisation Brain Tumour Research beigetreten, will für den guten Zweck im Februar 10.000 Schritte pro Tag laufen.

„Indem ich an dieser Veranstaltung teilnehme und Isaiahs Geschichte teile, will ich meine Beitrag leisten im Kampf gegen Hirntumoren, insbesondere, wenn Kinder betroffen sind. Keine andere Familie sollte den Kummer und den Schmerz durchleben müssen, einen geliebten Menschen zu verlieren", sagte Dena.

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Ihr Wunsch? Dass mehr über das Thema gesprochen wird und dass in Zukunft anderen Patienten mit ähnlichen Diagnosen besser geholfen werden kann – vielleicht ein kleiner Funken Trost in der unermesslichen Trauer einer verwaisten Mutter. (kko)