Die beiden sind Vorbilder

Jana Ina Zarrella und ihr Opi-Dackel Tyson: Was tun, wenn Haustiere alt werden?

26. Februar 2019 - 17:52 Uhr

Von Lauren Ramoser

Wann immer sich Menschen für ein Haustier entscheiden, wissen sie, dass es irgendwann alt wird. Trotzdem geht es ans Herz, wenn der geliebte Vierbeiner tatsächlich langsam alt und unselbstständig wird. Die Tierneurologin Dr. Andrea Barthen-Nöthen erklärt, auf was sich Tierhalter einstellen müssen und wie sie ihr Tier bestmöglich unterstützen. 

Model und Moderatorin Jana Ina Zarrella kennt das nur zu gut und ist mit ihren fürsorglichen Posts rund um Dackel Tyson für viele ein Vorbild. Im Video zeigen wir, wie rührend sich Jana Ina um ihren Tyson kümmert und ihn sogar füttert. 

Jana Ina postet die Alltagshürden mit Tyson bei Instagram

Für Jana Ina ist der Alltag mit ihrem 16 Jahre alten Dackel Tyson nicht schwierig, sondern traurig. "Es ist schwer zu verstehen, dass dein Hund bald vielleicht nicht mehr da ist", sagt Jana Ina im Interview mit RTL.de. Für das Model ist es, genau wie für viele andere Tierbesitzer, selbstverständlich, das geliebte Tier auch zu pflegen, wenn es älter wird.

Die Pflege nimmt je nach Zustand des Vierbeiners viel Zeit in Anspruch. Was viele nicht wissen: Hunde können an Demenz erkranken und dann unter ähnlichen Symptomen leiden wie demente Menschen. "Es kann sein, dass Tyson nicht mehr weiß, ob er draußen war und deshalb Pipi ins Haus macht", sagt Jana Ina.

Auch das Fressen kann zum Problem werden, wenn der Appetit nachlässt oder die Zähne nicht mehr mitspielen. Tyson muss mittlerweile bis zu zwei Mal am Tag gefüttert werden, weil seine Zähne fast alle ausgefallen sind.

Das empfiehlt die Tierärztin bei alternden Tieren

Mittlerweile werden Tiere dank besserer medizinischer Versorgung immer älter. Generell sollten Tierbesitzer einmal jährlich mit ihrem Vierbeiner einen Rund-um-Check beim Tierarzt machen lassen. Ein Blutbild oder ein Bauch-Ultraschall können frühzeitig Krankheiten zeigen.

"Viele Tierbesitzer sagen: Mein Tier ist jetzt alt! Aber Alter ist eben keine Krankheit", sagt die Tierneurologin Dr. Andrea Bathen-Nöthen. "Da muss der Tierarzt dann schauen, was der Grund für die Probleme ist und ob er sie gegebenenfalls behandeln kann."​

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Liebe zurückgeben? Für Jana Ina keine Frage

Demenz bei Tieren ist eine Krankheit, die aktuell viel erforscht wird. Laut Dr. Bathen-Nöthen sind vor allem Ernährungsumstellungen als Behandlung im Gespräch. "Untersuchungen zeigen, dass Hunde, die ihr ganzes Leben mit einem Diätfutter ernährt wurden, 2,7 Mal weniger an einer Demenz erkranken", sagt die Tierneurologin. "Das ist schon wirklich eine extreme Zahl, finde ich." Das Diätfutter bringt allerdings nur etwas, wenn Tierbesitzer frühzeitig auf das richtige Futter umsteigen, denn heilen lässt sich eine Demenz nicht.

Und wann ist es besser, ein Tier durch eine Einschläferung zu erlösen? Das lasse sich nicht pauschal sagen, erklärt Dr. Bathen-Nöthen. "Ich habe Anfragen von Tierbesitzern auch schon abgelehnt, wenn der Grund für die Einschläferung nicht nachvollziehbar war." Der behandelnde Tierarzt kommt in der Regel auf Tierbesitzer zu, wenn es an der Zeit sein sollte.

Ob sich der Pflege-Aufwand für ein altes Tier lohnt, steht für Jana Ina außer Frage. Sie appelliert an andere Tierbesitzer: "Denkt an all die Liebe, die ihr von eurem Haustier jahrelang bekommen habt. Und jetzt sind wir dran und geben diese Liebe zurück."