Impotenz: Wie man sich als Partnerin bei Erektionsstörungen am besten verhält

14. Februar 2017 - 14:48 Uhr

Frust bei Mann und Frau, wenn Impotenz auftritt

Wenn im Bett tote Hose herrscht, sind beide Seiten frustriert. Die meisten Frauen suchen die Schuld bei sich. Dabei ist Impotenz oft ein psychisches Problem und kann gut behandelt werden.

Erektionsprobleme kommen häufiger vor als man denkt

Bin ich nicht schön genug? Liebt er mich nicht? Hat er eine andere? Das sind die Fragen, die wir uns stellen, wenn es im Bett nicht klappt. Dabei leiden Männer unter einer Erektionsstörung am meisten, denn das trifft sie genau an ihrem wunden Punkt: Sind sie nicht männlich genug?

In Deutschland gibt es rund sechs Millionen Männer, die unter erektiler Dysfunktion leiden. Das bedeutet, der Penis wird zu selten, zu wenig, zu kurz oder gar nicht steif. Fast jeder Mann hatte schon einmal Erektionsprobleme, aber die meisten trauen sich nicht, mit der Partnerin darüber zu sprechen. So wird das Thema lieber totgeschwiegen, als zum Arzt zu gehen.

Wie funktioniert eine Erektion?

Wenn der Mann erregt ist, wird im Körper das Enzym 'cyclisches Guanosinmonophosphat' freigesetzt. Dieser Stoff führt dazu, dass sich die Muskeln in den Penis-Schwellkörpern entspannen. Durch diese Schwellung werden gleichzeitig die Blutgefäße zusammengedrückt. Dadurch kann das Blut nicht wieder abfließen. Das bedeutet, dass die Erektion bestehen bleibt. Das Enzym PDE-5 unterbricht das cyclische Guanosinmonophosphat. Dann wird der Penis wieder schlaff.

Probleme bei der Erektion

Wenn nicht genug Blut in die Schwellkörper strömt, wird der Penis nicht bzw. nicht vollständig steif. Es kann auch passieren, dass das Blut nicht lange genug "gestaut" bleibt. Ein voll erigierter Penis enthält acht Mal mehr Blut als ein schlaffer Penis. Laut Schätzungen leiden etwa 50 Prozent der Männer über 50 Jahren an Erektionsstörungen. Bei 10 Prozent dieser Männer kommt Impotenz oft vor oder ist Folge einer chronischen Störung.

Die Ursachen für Impotenz

Ob Körper oder Seele, es gibt viele Ursachen für Impotenz. Bei jüngeren Männern sind es oft einfach Stress und Leistungsdruck, die den Penis erschlaffen lassen. Zum Beispiel wird in Pornos vorgegaukelt, dass der Mann stundenlang und in verschiedenen Stellungen allzeit bereit ist. Im echten Leben bedeutet das schlichtweg Stress: Das Gehirn sendet Botenstoffe aus, die eine Erektion verhindern. Wenn sich die Situation wieder entspannt, wird sich die Erektion wie gewohnt wieder einstellen. Depressionen, Stress, Sorgen oder Müdigkeit können ebenfalls Gründe für Impotenz sein.

Aber auch eine ungesunde Lebensweise und schlechte Essgewohnheiten begünstigen eine Impotenz. Durch gesunde Ernährung, mehr Bewegung, und dem Beenden von Rauchen, Drogen- und übermäßigem Alkoholkonsum kann sich die Konstitution verbessern.

Bei älteren Männern sind es oft physische Ursachen, die eine Erektion verhindern. Ein Arzt kann genau herausfinden, was die Ursache für Impotenz ist. Es gibt verschiedene Medikamente, die dann helfen können. Zur Behandlung von Testosteronmangel gibt es Testosterongel, das regelmäßig auf den Oberschenkeln, am Arm oder im Lendenbereich aufgetragen wird. Wenn der Testosteronhaushalt in Ordnung ist, gibt es Produkte, die in den Penis injiziert werden müssen. Sie entspannen die Blutgefäße im Penis, sodass diese sich mit Blut füllen und der Penis hart wird. Alternativ können auch Potenzpillen helfen. Oft sind es jedoch verschiedene Faktoren, die eine Impotenz begünstigen.

Wie reagiere ich als Frau auf Impotenz?

Das Wichtigste aber ist: Machen Sie sich niemals und unter keinen Umständen lustig über seine Potenzprobleme. Das trifft einen Mann an seiner empfindlichsten Stelle, nämlich seinem Gehirn. Er muss sich sicher sein, dass Sie ihn trotzdem lieben und dass er ein ganzer Mann ist. Ernst gemeinte Komplimente können ihm gut tun und sein Selbstbewusstein stärken. Sex ist nicht alles in einer Beziehung – Zärtlichkeit und Nähe sind genau so wichtig.

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