Wegen steigender Mieten

Deal mit privaten Immobilienriesen: Berlin kauft 15.000 Wohnungen

Ein Teil der Wohnungen in Berlin gehört jetzt der Stadt selber.
Ein Teil der Wohnungen in Berlin gehört jetzt der Stadt selber.
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17. September 2021 - 13:55 Uhr

2,5 Milliarden Euro-Deal

Die Mieten in Berlin sind in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. Viele der Wohnungen sind in Hand von großen Immobilienriesen, wie der "Vonovia" oder der "Deutsche Wohnen". Um den Mietenanstieg zu stoppen, kaufen die öffentlichen Wohnungsgesellschaften Berlins jetzt Immobilien der privaten Wohnungsriesen auf. Der Immobiliendeal umfasst knapp 15.000 Wohnungen im Wert von 2,46 Milliarden Euro.

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In den nächsten fünf Jahren keine Mieterhöhungen mehr

Den beiden führenden privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland "Vonovia" und "Deutsche Wohnen" gehören rund 550.000 Wohnungen im Wert von mehr als 80 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt der Deutschen Wohnen liegt dabei in Berlin, dort bekam der Konzern aber auch heftigen politischen Gegenwind zu spüren. Hintergrund sind die deutlich gestiegenen Mieten in der Hauptstadt. Eine mögliche Vergesellschaftung der Wohnungsbestände der Konzerne steht im Raum.

Vonovia-Chef Rolf Buch und Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn wollen gegensteuern - sie bieten der öffentlichen Hand etwa 20.000 der rund 150.000 Einheiten in Berlin zum Kauf an.

Nun sind die Verhandlungen des Milliarden-Deals abgeschlossen: Die öffentlichen Wohnungsgesellschaften "Degewo", "Howoge" und "Berlinovo" kaufen insgesamt rund 14.750 Wohnungen in Berlin. Hinzu kommen rund 450 Gewerbeeinheiten.

Mieterhöhungen soll es durch den Deal in Berlin auch nicht mehr geben: In den nächsten fünf Jahren sollen die nämlich durch die Konzerne gedeckelt werden. (reuters/khe)