Im Podcast "heute wichtig"

Wie glaubwürdig sind Empfehlungen von Influencern? Youtuber Marvin Wildhage deckt auf

Marvin Wildhage stellte mit einem Fake-Produkt das Influencer-Marketing auf die Probe
Marvin Wildhage stellte mit einem Fake-Produkt das Influencer-Marketing auf die Probe
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17. Mai 2021 - 6:00 Uhr

"heute wichtig"-Gast berichtet von Gewaltandrohung nach Experiment

Hand aufs Herz: Haben Sie schon mal ein Produkt gekauft, weil Ihnen ein fremder Mensch im Internet davon vorgeschwärmt hat? Sie wären damit jedenfalls nicht allein. Zwar ist das Finanzierungsmodell von Influencern mittlerweile hinlänglich bekannt: Sie bekommen – teilweise sehr viel – Geld dafür, dass sie ihren Followern Dinge oder Dienstleistungen empfehlen. Trotzdem boomt der Werbemarkt auf Social Media. Was bedeutet, dass die Produktempfehlungen den Firmen messbare Erfolge bescheren. Doch wie kommen die Deals zustande und wie vertrauenswürdig ist Influencer-Werbung wirklich?

Influencer-Experiment: Marvin Wildhage zu Gast im Podcast "heute wichtig"

Was genau ein Influencer für eine Produkterwähnung in beispielsweise einer Instagram-Story bekommt, ist Verhandlungssache. Grob kann man das Honorar aber mit dem so genannten TKP-Wert berechnen: TKP steht für "Tausend Kontakt Preis", üblich sind 10 bis 12 Euro pro 1.000 Views der Stories. Wobei sich Influencer auch noch über andere Faktoren verkaufen können: Wie interaktiv ist ihre Community? Wie vertrauensvolles ihr Image?

Der Youtuber Marvin Wildhage hat genau das jetzt in einem Experiment auf die Probe gestellt: die Vertrauenswürdigkeit. Wildhage hat ein Beauty-Produkt erfunden, eine Gesichtscreme, und eine Schein-Agentur, die Influencer für die Bewerbung des angeblichen Wundermittels anfragte. Dass in dem selbst designten Tiegel nur handelsübliches Gleitgel steckte, das laut Inhaltsstoffangabe unter anderem Asbest und "Pipikaka Seed Oil" beinhaltete, störte einige der Influencer nicht. So präsentierte die Instagramerin Enisa Bukvic, 26, ihren 866.000 Followern sogar Vorher-Nachher-Fotos , die den vermeintlichen Verjüngungseffekt der Creme dokumentieren sollten.

Streit um Konditionen der Produktbewerbung

Ein anderer Influencer bewarb das Produkt ebenfalls, jedoch nicht entsprechend der verhandelten Konditionen. Zwischen seinem Manager und Marvin Wildhage, getarnt als Agentur-Mitarbeiter, kam es daraufhin zu einem Streit, in dem der Manager Wildhage mit Besuch einer Großfamilie drohte.

"Ich sag mal so: Ich werde aus verschiedenen Gründen Urlaub in Dubai vorerst vermeiden", nimmt es der Youtuber gelassen. Im Interview mit Michel Abdollahi erzählt er dennoch, wie ihm sein Experiment auch persönlich zu denken gegeben hat.

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