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Im Podcast "heute wichtig": Ein Querdenken-Aussteiger erzählt - "Ich war ein totaler Corona-Leugner"

Im Podcast "heute wichtig"

Ein Querdenken-Aussteiger erzählt: "Ich war ein totaler Corona-Leugner"

Querdenken-Aussteiger "Harry"
Querdenken-Aussteiger "Harry" berichet im Podcast "heute wichtig", wie er süchtig nach Verschwörungstheorien wurde und wie er dem Sog wieder entkam.
Thomas Pirot www.thomaspirot.de

Von Mirjam Bittner

Nach zwei Jahren Corona-Streitereien scheinen die gesellschaftlichen Gräben manchmal unüberwindbar. Doch es gibt sie noch, die Wege, die aufeinander zu führen. Die Menschen, die sich auch nach schlimmsten Verwerfungen die Hände reichen. Ein Querdenken-Aussteiger und sein Beobachter, Journalist Philipp Daum, berichten.

Verschwörungsvideos können süchtig machen

"Es gibt kein Corona." – "Und die Intensivpatienten in den Krankenhäusern?" – "Das ist alles Fake." Derartige Dialoge hört man leider immer wieder, führt sie zum Teil selbst. Häufig mit Menschen, die sich der Querdenken-Szene zuordnen, die unberührt von Fakten und Erkenntnissen an der Existenz des Corona-Virus zweifeln – oder darüber hinaus: hanebüchenen Mythen über die Instrumentalisierung des Virus und seines Ursprungs anhängen.

Wie schwer es ist, sich von solchen Erzählungen und der Bewegung dahinter zu lösen, erzählt einer, der es geschafft hat: "Harry". Sein Name ist zum Schutz seiner Identität verfremdet, er ist aus der Querdenken-Szene ausgestiegen. Der "ZEIT ONLINE"-Journalist Philipp Daum hat ihn interviewt und in Folge 216 von "heute wichtig" in den Podcast mitgebracht. Daum sagt: "Wenn man so bombardiert wird mit [Verschwörungs-]videos, ist das wie ein Suchtzustand. Das kann man sich so vorstellen, als hätte man jemanden an eine Sucht verloren."

Ehemaliger Querdenker Harry ist inzwischen in Behandlung

"Harry" ist in psychologischer Behandlung und sagt heute, er hätte selbst fast zur Waffe gegriffen, wenn nicht Menschen wie sein bester Freund "Dieter" gewesen wären. Der hat nämlich das getan, was sowohl Journalist Philipp Daum als auch Harry selbst den Menschen raten, die verzweifelt an Küchentischen sitzen und gegen die Mythen andiskutieren: "Sein Freund hat unterschieden: zwischen der Person und der Freundschaft mit Harry, und der Bewegung, in die sein Freund da rein geraten ist", erklärt Daum.

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Außerdem im Podcast: Was von Olympia übrig bleibt 

Sie kamen, wir sahen, ein paar siegten: Die Olympischen Spiele in Peking sind am Sonntag zu Ende gegangen. Und sie hinterlassen einen äußerst bitteren Nachgeschmack. Eine 15-jährige Eiskunstläuferin unter Dopingverdacht, die vermutlich umweltschädlichsten Spiele aller Zeiten, die das genaue Gegenteil von sich behaupten und viele harmlose Bilder von jubelnden Menschen, produziert von Chinas kommunistischer Propagandamaschine. So fasst die Journalistin Pia Schrörs die Winterspiele von 2022 zusammen. Sie hat in den vergangenen Wochen vor Ort über deren Hintergründe berichtet.

Und so sieht es auch der ehemalige Skirennläufer und Wintersportexperte Felix Neureuther. Sportlich seien tolle Momente dabei gewesen, doch die Spiele hätte an einem Ort stattgefunden, an dem Wintersport einfach nicht zu Hause sei.

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