Während einer Autofahrt hörte sein Herz auf zu schlagen

„Ich war 18 Minuten tot!“ - Kinder retten Vater nach Herzstillstand das Leben

Stuart Waters mit seinen beiden Retterinnen - seinen Töchtern Sadie und Jude.
Stuart Waters mit seinen beiden Retterinnen - seinen Töchtern Sadie und Jude.
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Der Brite Stuart Waters (48) aus Pembury fährt seine Kinder Sadie (10) und Jude (7) gerade vom Fußballtraining nach Hause, als er am Steuer einen Herzstillstand erleidet. „Ich war 18 Minuten tot!“, berichtet er dem britischen Magazin „The Sun“. Der schnellen Reaktion seines Nachwuchses hat er es zu verdanken, dass er heute noch lebt.

Herzstillstand am Steuer - während die Kinder im Auto sitzen

„Kurz bevor es losging, sagte Papa ‚Oh nein, es passiert schon wieder‘“, erinnert sich Sadie im Interview mit „The Sun“ an den schrecklichen Moment, als ihr klar wird, dass etwas mit ihrem Vater nicht stimmt.

„Ich war verwirrt und hatte Angst, weil ich nicht wusste, was los war oder was ich tun sollte“, erzählt die Schülerin weiter. Instinktiv sei sie aus dem Auto ausgestiegen und zu ihrem Haus gerannt, während ihre Schwester Jude bei dem mittlerweile bewusstlosen Vater bleibt. Am Haus angekommen klopft Sadie an der Tür und hofft, dass ihre Mutter Leanne zu Hause ist.

Als die 38-Jährige die Tür öffnet und hört, was passiert ist, begreift sie sofort: Bei ihrem Mann geht es um Leben und Tod! „Ich rannte raus, um Hilfe zu holen. Zwei Frauen, Emma und Gemma, holten Stuart aus dem Auto und begannen noch auf der Straße mit der Herzdruckmassage“, erzählt sie „The Sun“.

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18 Minuten lang klinisch tot

Als der Krankenwagen eintrifft, versuchen die Rettungssanitäter, Stuart Waters wiederzubeleben – zunächst vergebens. 18 Minuten lang ist der Vater klinisch tot. Dann beginnt sein Herz wieder zu schlagen.

Doch noch ist nicht klar, ob sein Gehirn durch den Sauerstoffmangel Schäden davongetragen hat. „Glücklicherweise zeigten die Scans, dass alles in Ordnung war und es nur ein wenig dauern würde, bis sein Gedächtnis zurückkehrte“, so Leanne im Gespräch mit „The Sun“. „Auch wenn Stuart gesagt hat ‚Oh nein, es passiert schon wieder‘ – es war sein erster Herzstillstand“, stellt sie klar.

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„Ich könnte mir keine besseren Kinder wünschen“

Nach acht Wochen im Krankenhaus ist Stuart nun wieder zu Hause und erholt sich vor der Operation, bei der ihm die Ärzte einen Herzschrittmacher in die Brust eingepflanzt haben, um einen weiteren Herzinfarkt zu verhindern. Seinem Job als LKW-Fahrer darf der Brite aufgrund der Erkrankung inzwischen zwar nicht mehr nachgehen. Doch in der Firma habe man ihm bereits versprochen, dass es eine andere Stelle für ihn gebe, sobald er wieder ganz genesen sei, berichtet Stuart „The Sun“.

Nach dem Unfall habe ihm ein Polizist verraten, dass Menschen in seiner Lage normalerweise eine Überlebenschance von etwa eins zu zehn haben. „Ich bin froh, dass ich der eine war“, sagt Stuart. Wohl auch dank des Muts und der schnellen Reaktion seiner Töchter. „Sie haben geholfen, mein Leben zu retten“, schwärmt der Vater. „Ich bin so stolz auf sie und könnte mir keine besseren Kinder wünschen.“ (dhe)