Geldmacherei oder gute Aktion?

Hype um Corona-Shirts und Virologen-Fanartikel

16. April 2020 - 15:32 Uhr

Auf Online-Plattformen gibt es jetzt Corona-Merchandise

Ein T-Shirt, Sticker oder Jutebeutel von der Lieblingsband haben viele zu Hause. Auf Online-Plattformen wurden zeitweise aber auch Fanartikel angeboten, die mit dem Gesicht des Virologen Christian Drosten geschmückt sind. Aus rechtlichen Gründen musste das eingestellt werden, da vom Viren-Experten keine Genehmigung eingeholt wurde. Aber es gibt noch zahlreiches anderes Corona-Merchandise zu kaufen, wie Kleidung, die mit einem Augenzwinkern zum Händewaschen aufruft. Schnell kommt da der Vorwurf der Geldmacherei auf. Der Erlös wird von einigen Händlern aber auch für wohltätige Zwecke gespendet und kann sogar ganze Unternehmen retten. Warum einige Leute Drosten und Co. jetzt auf T-Shirts tragen, erklärt ein Markenexperte im Video.

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Corona-Merchandise ist die Rettung von einigen Textilunternehmen

"Grafik-Idee"-Gründer Uwe Eisenmann mit dem Corona-Shirt
"Grafik-Idee"-Gründer Uwe Eisenmann mit dem Corona-Shirt
© RTL

Der Corona-Kommerz läuft auf Hochtouren. Für einige Unternehmen ist die Produktion von Corona-Merchandise nicht nur eine zusätzliche einfach Einnahmequelle, sondern rettet einige Unternehmen und ihre Mitarbeiter regelrecht in der Corona-Krise. So wie im Fall der hessischen "Textildruckerei Grafik-Idee."

Die Firma hat T-Shirts und Schlauchschals mit dem hessischen Spruch "Babbel mich ned voll und wasch dei Händ" entworfen. Auf Hochdeutsch also: Nicht so viel quatschen, Hände waschen! Die Nachfrage ist riesig und die Shirts mit dem charmanten Aufruf helfen dem Unternehmen außerdem, die Corona-Krise zu überstehen.

Gründer Uwe Eisenmann berichtet im RTL-Gespräch: "Wir hatten schon Kurzarbeit angemeldet und hatten überlegt, wie wir die Zeit irgendwie überbrücken. Das haben wir jetzt zurückgenommen, weil wir im Moment mehr arbeiten als gewöhnlich."

Fanartikel für wohltätige Zwecke

Einige Hersteller nutzten den jetzt nicht mehr zugelassenen Verkauf von Drosten-Fanshirts und Corona-Artikeln aber auch für wohltätige Zwecke. So gab es beispielweise auf der Plattform "Spreadshirts" einen Shop mit Drosten-Fanartikeln, deren Erlöse an Tafeln gespendet werden.

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Warum gibt es die Drosten-Shirts nicht mehr?

Aktuell sind Drosten-Fanartikel nicht mehr offiziell online erhältlich. Denn Pullis, Shirts, Beutel und andere Produkte, auf die ohne die Zustimmung des Virologen dessen Gesicht gedruckt wurde, sind eigentlich nicht zulässig. Denn sie können eine Verletzung seines allgemeinen Persönlichkeitsrechts darstellen.

NEUE FOLGE: RTL.de-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus: Wie besiegen wir Corona?"

Im zweiten Teil der RTL.de-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus" stellen wir die Frage: Wie besiegen wir Corona? Dafür gleichen die Autoren die verschiedenen Maßnahmen einzelner Länder rund um den Globus mit den aktuellen Empfehlungen von Forschern ab.

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