Bei seinem neuen Frauchen blüht der Golden Retriever auf

Hund Kai sollte eingeschläfert werden, weil er zu dick ist - jetzt wiegt er 100 Pfund weniger

14. August 2019 - 6:23 Uhr

Geht's noch?

Bei seinem ehemaligen Besitzer futterte Golden-Retriever-Mix Kai sich fett. So fett, dass der arme Hund kaum noch gehen konnte. Das Herrchen kam mit dem schwergewichtigen Vierbeiner nicht mehr klar – und wollte ihm beim Tierarzt einschläfern lassen. Der wollte davon zum Glück nichts wissen und vermittelte Kai in eine neue Familie. Inzwischen ist der Hund 100 Pfund leichter, topfit und glücklich. Seine unglaubliche Verwandlung zeigen wir im Video.

„Ich traute meinen Augen kaum. Seine Größe war gigantisch.“

173 Pfund wog Kai, als er im März 2018 in eine Tierklinik in Alberta, Kanada gebracht wurde. Das sind über 78 Kilo. Für die Tierärzte, die den Hund retteten, indem sie ihn mit seinem neuen Frauchen Pam Heggie zusammenbrachten, war es der übergewichtigste Hund, den sie jemals gesehen hatten, wie "ABC News" berichtet.

Und auch sein neues Frauchen erinnert sich im Gespräch mit "Bored Panda": "Ich traute meinen Augen kaum. Seine Größe war gigantisch. Die Bilder werden dem nicht gerecht, wie riesig er war und wie schwer schon ein paar Schritte für ihn waren."

Schritt für Schritt purzelten die Pfunde

Doch mit viel Geduld und vor allem mit Kais riesiger Lebensfreude und seinem Elan, den er trotz seines Gewichts an den Tag legte, schafften er und Pam Meilenstein um Meilenstein. Nun der größte von ihnen: Kai hat 100 Pfund abgenommen. Nun wiegt der Goldie-Mix gesunde 33 Kilo und kann toben, springen und spielen so viel er will.

Seine Reise hat Heggie auf der Facebook-Seite "This is Kai" festgehalten. "Er zeigt dir, wie man eine große Herausforderung buchstäblich an einem Tag nach dem anderen meistert", erzählt das stolze Frauchen bei "Good Morning America". "Er macht sich keine Gedanken um gestern, er macht sich keine Gedanken um morgen, er konzentriert sich nur darauf, was er heute schaffen muss und dann macht er es. Wir können viel von Hunden lernen.

Sie gibt den Vorbesitzern nicht die Schuld

Eigentlich sollte Kai nur zur Pflege bei Pam bleiben – bis es ihm besser geht. Doch inzwischen ist der Hund ihr so ans Herz gewachsen, dass sie ihn fest bei sich aufgenommen hat. Wütend auf seine Vorbesitzer ist die Hundehalterin übrigens nicht:

"Ich glaube nicht daran, Leute zu verurteilen. Ich glaube schon, dass es für uns als Tierbesitzer unser Job ist, Tieren zu helfen, so gesund wie möglich zu sein. Das schulden wir ihnen. Ich glaube, dass es wirksamer ist, Menschen aufzuklären, wie sie sich um ihre Tiere kümmern sollten, als sie zu verurteilen oder zu beschuldigen."

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