RTL News>News>

Hilter: Mann ließ fast 300 Schweine im Stall verhungern – Tiere ernährten sich von Kadavern

Sie ernährten sich von Kadavern verendeter Tiere

Mann ließ fast 300 Schweine im Stall verhungern

Schweine im  Stall
Im Landkreis Osnabrück hat ein Mann offenbar fast 300 Schweine verhungern lassen (Symbolbild).
deutsche presse agentur

Ein Mann (64) aus Niedersachsen soll in einem Stall 296 Schweine verhungern lassen haben. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Strafbefehl gegen den Betreiber einer Schweinemastanlage beantragt. Er habe im Juni 2021 in Hilter (Kreis Osnabrück) 300 Tiere eingestallt und sie dann mindestens zwei Monate lang nicht mit Futter versorgt, teilten die Ermittler am Donnerstag mit.

Kreis Osnabrück: Eines der Schweine musste notgetötet werden

"In der Folge starben 296 Schweine einen Hungertod", hieß es in einer Mitteilung. Die Tiere hätten sich während der Zeit von Kadavern bereits verendeter Schweine ernährt. Eines der überlebenden Schweine habe damals sofort notgetötet werden müssen.

Betreiber von Schweinemastanlage in Hilter zeigte sich selbst an

Der Betreiber der Mastanlage, der sich beim Landkreis Osnabrück selbst anzeigte, soll das Leid und die erheblichen Schmerzen der Tiere billigend in Kauf genommen haben. Zudem soll er nicht wie gesetzlich vorgeschrieben für eine sofortige Beseitigung der Kadaver gesorgt haben.

Der Strafbefehl wurde wegen des Verdachts zweier Straftaten nach Tierschutzgesetz sowie des Tierischen Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes beim Amtsgericht Bad Iburg beantragt.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Weiterer Fall aus der Oberpfalz: Bauer ließ 20 Rinder verenden

Erst kurz zuvor war ein ähnlicher Fall aus der Oberpfalz bekannt geworden. Ein Bauer ließ dort 20 seiner Rinder verenden . Die Tiere waren offenbar mehrere Monate lang nicht ausreichend mit Futter und Wasser versorgt worden, berichtete das Landratsamt in Amberg. (dpa/bst)