Neue Corona-Regeln für Hessen

Verkürzte Quarantänepflicht und flächendeckend 2G-Plus

08. Januar 2022 - 0:37 Uhr

Neues Jahr - neue Regeln

Erneut trafen sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer zum Jahresbeginn, um über das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu beraten. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) trat nun vor die Presse, um über die Ergebnisse der Beratungen zu informieren. Im Grunde bleibt vieles wie gehabt – im Hinblick auf die Quarantäneregeln hat sich aber auch einiges geändert.

Das ändert sich nun bei den Quarantäneregeln

Aktuell müssen sich alle Personen, bei denen eine Corona-Infektion festgestellt wurde, für 14 Tage in Quarantäne begeben. Volker Bouffier hatte in einer Pressekonferenz eine Regelung dieser Änderung für Mitte übernächster Woche angekündigt. Sofern eine neue Rechtsgrundlage des Bundes vorliegt, könnte das Land Hessen diese Regeln abändern. Frühestens werde das ab dem 17. Januar passieren.

VIDEO-TIPP: Im Corona-Hotspot Kreis Fulda herrschen strenge Regeln

Ab dann entfällt die Quarantänepflicht komplett für all diejenigen, die geboostert sind. Alle anderen müssen statt der bisherigen 14 Tage nur noch zehn Tage in Quarantäne, können sich dann aber nach sieben Tagen per Antigen- oder PCR-Test freitesten. Mitarbeiter der Pflege und in Krankenhäusern dürfen sich auch nach sieben Tagen freitesten, allerdings müssen sie dann 48 Stunden symptomfrei sein und sich dann per PCR-Test negativ testen lassen.

Bouffier pocht noch immer auf allgemeine Impfpflicht

Noch gilt keine Impfpflicht in Hessen. Wenn es nach Ministerpräsident Bouffier ginge, wäre diese aber längst überfällig. In der Pressekonferenz sagt er: "Wir halten eine allgemeine Impfpflicht für notwendig. Nicht, um die Menschen zu ärgern, sondern weil wir zu höheren Impfqouten kommen müssen, wenn wir aus dieser Dauerschleife rauskommen wollen."

Ziel sollte es sein, nicht im März erneut über schärfere Maßnahmen zu diskutieren, sondern den Teufelskreis durchbrechen zu können. Laut Bouffier sei die Impfung nach wie vor "das beste und auch das einzige Mittel", um das bewerkstelligen zu können.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

VIDEO: Sind Hessens Schulen auf die Omikron-Welle vorbereitet?

Vorsichtiger Optimismus macht sich breit

Zwar sprächen die Inzidenzen aktuell eine andere Sprache, nichtsdestotrotz hätten die aktuell geltenden Maßnahmen laut Bouffier deutlich Wirkung gezeigt. "Es ist doch prima, dass wir nicht an Weihnachten und Silvester eine Situation hatten, in der das System zusammengebrochen ist", sagte Bouffier. Schließlich hatten Modellrechnungen das vorhergesagt.

Nicht zuletzt deshalb wolle man die Corona-Regeln für Hessen beibehalten und verbleibe bei den bisher geltenden Hotspotregeln. Bouffier geht aktuell davon aus, dass spätestens zur Einführung der neuen Quarantäne-Regeln dann auch die meisten Kommunen ohnehin die 350er-Inzidenz geknackt haben werden. Dann würde es auch flächendeckend zu 2G+-Regelungen kommen.

(kmü)