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Heftige Wahlschlappe für Biden in Virginia - Wieso Trump der große Sieger ist

Heftige Wahlschlappe für Biden in Virginia

Wieso Trump auf einmal der große Sieger ist

Wieso Trump auf einmal der große Sieger ist Heftige Wahlschlappe für Biden
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Heftige Wahlschlappe für Biden
Wieso Trump auf einmal der große Sieger ist

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Biden sackt in Umfragen ab

Vor ziemlich genau einem Jahr war Joe Biden der große Sieger, der Heilsbringer, der Donald Trump aus dem Weißen Haus gejagt hatte. Jetzt sind seine Umfragewerte so schlecht wie nie und zu allem Überfluss droht nun auch der Mehrheitsverlust für seine demokratische Partei in beiden Parlamentskammern.

Republikaner jubeln in Virginia

Es ist eine herbe Schlappe für Bidens Demokraten. Nach Mehr als 10 Jahren demokratischer Regierung stellen ab sofort die Republikaner mit Glenn Youngkin den Gouverneur in Virginia – und das obwohl Biden den Bundesstaat bei der Präsidentschaftswahl mit zehn Prozent Vorsprung gewonnen hatte.

Als Grund für den Sinneswandel der Wähler gilt Bidens Politik in Washington. Die war in den vergangenen Monaten vor allem von Pannen und Skandalen geprägt. Der chaotische Truppenabzug aus Afghanistan, die immer noch schwelende Corona-Pandemie und dann noch Bilder des einschlafenden Biden beim Weltklimagipfel. All das lässt den US-Präsidenten in den Umfragen dramatisch abstürzen. Nur noch 42 Prozent der US-Amerikaner gefällt sein Politikstil, mehr als die Hälfte (52 Prozent) hingegen halten ihn nicht mehr für geeignet.

03.11.2021, USA, Chantilly: Glenn Youngkin, gewählter Gouverneur von Virginia, feiert seinen Wahlsieg bei einer Wahlparty, nachdem er den Demokraten McAuliffe besiegt hat. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Glenn Youngkin hat die Gouverneurswahl in Virginia gewonnen.
nwi, dpa, Andrew Harnik

Was hat Trump damit zu tun?

Die Republikaner freut’s. Während die Demokraten mit Streitereien innerhalb ihrer Partei beschäftigt sind, zeigen sich die Republikaner so geschlossen wie selten und vereinen sich einmal mehr hinter einer altbekannten Führungsfigur: Ex-Präsident Donald Trump. Der hatte in Virginia Wahlkampf für den jetzigen Sieger Glenn Youngkin gemacht und lässt sich in einem Radiointerview deshalb als Königsmacher feiern. „Wenn es keinen Trump gegeben hätte, gäbe es auch keinen Glenn Youngkin“, sagte Trump bei „The John Fredericks Radio Network“.

Möglich also, dass Trump sich schon jetzt für eine neue Kandidatur als US-Präsident warm läuft. Und dabei dürften ihn auch die aktuellen Nachrichten aus New Jersey freuen. Denn auch da droht dem demokratischen Kandidat, Amtsinhaber Phil Murphy, eine Niederlage.

Präsident droht Mehrheitsverlust

Geht das so weiter, droht Biden sogar die Mehrheit in beiden Parlamentskammern zu verlieren. Denn je mehr Bundesstaaten an die Republikaner fallen, desto mehr Sitze haben sie im Senat. Aktuell hat Biden dort nur eine Mehrheit von elf Sitzen.

Und dann sind da noch die so genannten „Midterms“ im kommenden Jahr. Dann wählen die US-Amerikaner ein neues Repräsentantenhaus und dort hat Joe Biden aktuell eine denkbar knappe Mehrheit von nur einem Sitz.

Verlieren seine Demokraten also die Mehrheiten über beide Parlamentskammern, ist der Präsident quasi kalt gestellt. (sst)