Hausratversicherung: So wird Ihr Eigentum bestmöglich versichert

12. Februar 2016 - 11:12 Uhr

Verträge zur Hausratversicherung unterscheiden sich enorm

Feuer-, Wasser-, Sturm-, oder Einbruchsschäden - hier ist die Hausratversicherung der Retter in der Not. Sinnvoll ist sie für jeden, der nach einem Totalschaden der Wohnung oder des Hauses mit der Neubeschaffung finanziell überfordert wäre. Doch die Verträge unterscheiden sich enorm, vor allem beim Preis, wie die Stiftung Warentest anhand von 59 Versicherern herausgefunden hat.

Hausratversicherung Vergleich
Hausratversicherung: Viele Deutsche zahlen zu viel.

Susanne Meunier von Finanztest erklärt am Beispiel von Hannover: "Ein 120 Quadratmeter großes Haus, unser Modellfall. Da kann man eben nur 130 Euro zahlen pro Jahr - oder 530 Euro." Mit entscheidend für die Höhe der Kosten ist die Versicherungssumme. Die muss reichen, um die zerstörten Dinge neu kaufen zu können. Doch Achtung: Der Wert des Hausrats kann sich schnell erhöhen. "Es kommt ja oft Hausrat dazu, wenn man sich über die Jahre einiges Neues kauft. Dann stimmt die Versicherungssumme gar nicht mehr", warnt Meunier.

Im schlimmsten Fall heißt das dann: kein Versicherungsschutz. Also immer mal wieder checken, ob man nicht unterversichert ist. Die Experten von Stiftung Warentest geben ein einfaches Beispiel: Wenn der Hausrat einen Wert von 80.000 Euro hat, die versicherte Summe aber nur 60.000 Euro beträgt, werden rund 25 Prozent der Schadensumme abgezogen.

Hausratversicherung: Diese Tipps sollten Sie beachten

Finanztest hat insgesamt 116 Tarife von 59 Versicherern untersucht. Die meisten Versicherer haben Deutschland in vier Risikozonen aufgeteilt. Ausschlaggebend ist das Einbruchsrisiko der jeweiligen Zonen. So ist im thüringischen Altenburg das Einbruchsrisiko am geringsten, in Köln am höchsten, danach regulieren sich auch die Preise. Deshalb hat Stiftung Warentest vier Städte ausgewählt, die sich in verschiedenen Risikozonen befinden. Altenburg, Darmstadt, Hannover und Köln. Beruhigend: Selbst die günstigsten Tarife decken die größten und wichtigsten Risiken ab.

Aber wo ist es am günstigsten? Das preiswerteste Angebot gab es in Altenburg von der WGV mit 99 Euro pro Jahr. In Darmstadt und Hannover lag Docura mit 115 Euro vorne. Auch in Köln ist die Docura spitze – allerdings etwas teurer als in den anderen beiden Städten. Der Preis liegt bei 161 Euro. "Eine hohe Entschädigungsgrenze bei breitem Leistungsumfang bietet der GVO für 30 bis 50 Euro mehr", so Stiftung Warentest.

Viele Versicherte haben extra eine Police für ihr Fahrrad abgeschlossen. Dabei ist es oftmals günstiger, das Rad über die Hausratspolice zu versichern. Eines lohnt sich in jedem Fall immer: Ein regelmäßiger Vergleich der angebotenen Policen.

Um von der Hausratversicherung auch bestmöglich profitieren zu können gilt:

1. Den Wert des Hausrats regelmäßig überprüfen, zum Beispiel mit Hilfe von Listen oder Preisvergleichen im Internet.

2. Den Schaden möglichst schnell melden oder bei einem Einbruch schnell die Polizei rufen, damit die die entwendeten Gegenstände notieren kann.

3. Vor Abschluss der Versicherung alle Werte genau auflisten und Fotos machen. Ganz wichtig: Diese Unterlagen nicht in der Wohnung oder dem Haus aufbewahren, da sie bei Schäden unbrauchbar werden können.