Rettet Ralph - Hase erzählt von seinem Leben als Versuchstier

Leid von Versuchstieren wird in Kurzfilm verdeutlicht

19. April 2021 - 15:38 Uhr

Ob ein echter Versuchshase so reden würde?

In einem animierten Kurzfilm der Human Society International, die auch in Deutschland tätig ist und hier über das Thema Tierversuche aufklären will, kommt ein Versuchshase selbst zu Wort. Ralph erzählt relativ lakonisch von seinem eigentlich schlimmen Schicksal. Doch genau hier liegt auch eine Stärke des Films: Ohne, dass die Macher mit schrecklichen Bildern aus Versuchslaboren schocken müssen, transportieren sie auf eine sehr menschliche Weise ihre Botschaft gegen Tierversuche. Wie Ralph das genau macht, das sehen Sie im Video oben im Artikel.

Über 2-Millionen Tiere werden in Deutschland zu Versuchszwecken gehalten

In Deutschland wurden 2019, laut einer Veröffentlichung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, 2.202.592 Tiere zu Versuchszwecken in Laboren gehalten, die meisten von ihnen Mäuse (knapp 1,5 Mio.). All diese Tiere werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet, also zum Beispiel zur Erforschung von Krebserkrankungen. Ein Einsatz zur Erprobung von Kosmetika ist in der gesamten EU seit 2013 offiziell verboten. Doch Tierschutzorganisationen wie Peta bemängeln, dass das Verbot Versuchstieren nicht hilft. Denn: Chemikalien, die dann später auch in Kosmetikprodukten verwendet würden, dürfen weiterhin an Tieren getestet werden. Die sogenannte REACH Verordnung soll dabei helfen Chemikalien, die in der Medizin oder in der Industrie zum Einsatz kommen zu registrieren, bewerten, zuzulassen und gegebenenfalls zu beschränken. Damit diese Bewertungen vorgenommen werden können, dürfen solche Chemikalien weiterhin an Tieren erprobt werden.

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