Hartz IV aufstocken: Diese Tricks sind legal

12. Februar 2016 - 15:38 Uhr

So gibt's mehr Geld

Können sich Hartz IV-Empfänger Friseurbesuche vom Amt zahlen lassen? Das wollte eine Sekretärin wissen, die jeden Tag gestylt zur Arbeit erscheinen muss. Weil sie so wenig verdient, muss die Frau mit Hartz IV aufstocken. Doch das Bundessozialgericht sagt: Der Job ist kein Grund, dass das Amt ihre Extras zahlt. Trotzdem können Hartz IV-Aufstocker mit legalen Tricks mehr Geld bekommen.

Hartz IV aufstocken: Diese Tricks sind legal
Hartz IV: So gibt es mehr Geld
© dpa, Jens Büttner

Sie buckeln sich krumm - trotzdem reicht das Geld zum Leben nicht. Hunderttausende müssen mit Hartz IV aufstocken. Doch längst nicht alles, was man durch eigene Arbeit verdient, darf man am Ende auch behalten. Aber wie genau berechnet sich das?

Beispiel:

Sie verdienen 300 Euro und stocken mit 500 Euro Hartz IV auf. Macht 800 Euro. Doch davon dürfen Sie nicht alles behalten.

Hartz IV-Expertin Helena Fürst kennt aber ein paar Tricks, mit denen Aufstocker dafür sorgen können, dass die Abzüge möglichst gering ausfallen.

Weniger Abzüge für Aufstocker - so geht's

Erster Tipp: Werbungskosten.

Jeder Aufstocker kann monatlich mindestens 100 Euro Werbekosten geltend machen.

Zweiter Tipp: Arbeiten.

Wer arbeitet, wird zusätzlich belohnt.

Dritter Tipps: Versicherung abschließen.

Es lohnt sich sogar auch, eine günstige Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Fazit: Durch Werbekosten, Versicherungspauschale und Freibetrag reduzieren Sie in der Beispiel-Rechnung vom Anfang Ihre Abzüge auf 130 Euro. Das heißt: Von den 800 Euro bleiben 670 Euro übrig.

Also: Arbeiten lohnt sich. Außerdem: Aufstocker sollten ihre Rechte kennen und beim Amt darauf hinweisen.