Hannover will auf Frühwarnsystem setzen

Durch Abwasser auf Corona-Hotspots schließen

Klärwerk Hannover Herrenhausen (Symbolbild)
Klärwerk Hannover Herrenhausen (Symbolbild)
© deutsche presse agentur

04. Mai 2021 - 16:36 Uhr

Durch Abwasserproben zur Hotspot-Ermittlung

Um größere Corona-Ausbrüche zu erkennen, will die Stadt Hannover künftig Abwasserproben auf Coronaviren untersuchen. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und die "Neue Presse" am Dienstag (04.05.) berichteten, sollen die Untersuchungen bis zum Jahresende vorgenommen werden. Die Kosten in Höhe von 130.000 Euro übernimmt das niedersächsische Umweltministerium.

Abwasserproben als Frühwarnsystem

Mit den Proben soll der Pandemie-Verlauf bei den rund 750 000 Hannoveranern untersucht und Corona-Hotspots lokalisiert werden. Beteiligt ist auch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Abwasseruntersuchungen werden in anderen Ländern und anderen Teilen Deutschlands bereits eingesetzt. Demnach würden erste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Entwicklung der Corona-Pandemie mithilfe der Abwasseranalyse früher erkennbar und erfolgreich sei. Die EU-Kommission hatte erst vor einigen Tagen die EU-Staaten aufgefordert, Abwasser systematisch auf Coronaviren zu untersuchen. Forschungen zeigen, dass das Infektionsgeschehen abseits von Corona-Tests schneller ermittelt werden kann. Bereits im Mai soll das Projekt in Hannover starten.

Quelle: DPA / KUM

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