"Wer Klimaschutz ernst nimmt, kommt an der Kernkraft nicht vorbei"

Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß fordert Ausbau der Atomkraft

Christoph Ploß (CDU)
Christoph Ploß (CDU) spricht. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
deutsche presse agentur

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine macht sich hierzulande in Form steigender Preise für Energie wie Öl, Strom und Gas bemerkbar. Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß fordert angesichts der sich zuspitzenden Energiekrise deshalb einen Ausbau der Atomkraft in Deutschland.

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"Brauchen in Zukunft auch deutlich mehr Strom"

"Wir müssen nicht nur schnellstmöglich russisches Gas ersetzen, sondern brauchen in Zukunft auch deutlich mehr Strom, um Wirtschaft, Mobilität und das Heizen unserer Gebäude klimaneutral zu machen", sagt der Bundestagsabgeordnete den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag (26.4.). Da die dafür nötigen Strommengen auf absehbare Zeit nicht durch erneuerbare Energien abgedeckt werden könnten, plädiert der Hamburger CDU-Chef für einen Ausbau der Atomkraft.

Letzte Atomkraftwerke gehen Ende des Jahres vom Netz

Ploß zufolge gebe es aktuell nur zwei realistische Optionen zur Bewältigung der Energiekrise: Kohle oder Kernkraft. "Wer Klimaschutz ernst nimmt, kommt an der Kernkraft nicht vorbei", sagt er. Es könne nicht sein, dass die Grünen aus ideologischen Gründen weiter auf den Klima-Killer Kohle setzen wollen. Dem nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 vom Bundestag beschlossenen Atomausstieg zufolge, sollen Ende des Jahres die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland planmäßig vom Netz gehen. (dpa/kzi)