Nach Verfolgungsjagd in Hamburg

Polizei stoppt junges Raser-Pärchen mit Schüssen

Die Polizei konnte einen jungen Raser erst stoppen, nachdem sie mehrfach auf sein Auto geschossen hatte.
Die Polizei konnte einen jungen Raser erst stoppen, nachdem sie mehrfach auf sein Auto geschossen hatte.
© dpa, Paul Zinken

10. April 2021 - 15:29 Uhr

Mehrere Schüsse nach Verfolgungsjagd

Spektakulär ist am Freitag eine wilde Verfolgungsjagd in Hamburg zu Ende gegangen. Die Polizei konnte einen jungen Raser erst stoppen, nachdem sie mehrere Schüsse auf das Auto des 18-Jährigen abgegeben hatte. Auf dem Beifahrersitz saß ein 15-jähriges Mädchen. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen.

Polizei wollte Raser schon auf der A7 stoppen

Nach Polizeiangaben wollten Beamte in einem Provida-Fahrzeug (kann die Geschwindigkeiten von Autos messen) das Auto des 18-Jährigen mittags auf der A7 anhalten. Doch der Teenager gab einfach Gas und floh. Mehrmals versuchten die Polizisten ihn anzuhalten – vergeblich. An der Ausfahrt Schnelsen-Nord fuhr er von der Autobahn und "mit hoher Geschwindigkeit" Richtung Hamburger Innenstadt, wie es in der Mitteilung heißt.

Kugeln schlugen an der Fahrerseite des Audis ein

Laut "Bild" raste der 18-Jährige mit über 100 km/h über den Schleswiger Damm und bog dann in ein Wohngebiet ab. In der Nähe einer Grundschule schoss ein Polizist aus dem Provida-Auto nach Informationen der Zeitung mindestens zweimal auf den Audi des Rasers. Die Kugeln schlugen an der Fahrerseite ein: eine am Heck und eine zwischen Vorder- und Hintertür. Dann rammten die Polizisten den Wagen – den Angaben zufolge ein Fahrzeug des Carsharing-Anbieters "Miles" – und stellten den jungen Raser.

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Hamburg: Junger Raser leicht verletzt

Der 18-Jährige wurde laut Polizei leicht verletzt, die Ursache dafür ist noch unklar ist. Die 15-jährige Beifahrerin und die Polizisten blieben unverletzt. Gegen den jungen Raser wird nun strafrechtlich ermittelt, unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.