Sie soll sich als Jugendliche dem IS angeschlossen haben

24-jährige IS-Rückkehrerin aus Hamburg in Untersuchungshaft

Wegen mutmaßlicher IS-Mitgliedschaft sitzt die 24-Jährige nun in U-Haft (Symbolbild).
Wegen mutmaßlicher IS-Mitgliedschaft sitzt die 24-Jährige nun in U-Haft (Symbolbild).
© dpa, Armin Weigel, awe;cse;rho

04. Oktober 2021 - 14:32 Uhr

Anklage wegen IS-Mitgliedsschaft

Eine 24-Jährige Hamburgerin soll sich als Jugendliche der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sie erhoben, seit Donnerstag sitzt die junge Frau in Untersuchungshaft.

Frau soll für den IS geworben haben

Im September 2014 soll die 24-Jährige ihrem Ehemann nach Syrien gefolgt sein. Das Ehepaar sei nach islamischen Ritus verheiratet gewesen. In Syrien angekommen, habe sich die Frau dann dem IS angeschlossen und jahrelang eine Kriegswaffe benutzt.

Zudem sei sie mehrmals in einem IS-Frauenhaus untergebracht gewesen, in dem sie kostenlos beherbergt und nach Ideologie des IS unterrichtet worden sein soll. In Chatnachrichten habe sie wiederholt für eine Reise nach Syrien und den IS geworben. Ihre 2015 und 2017 geborenen Kinder soll die 24-Jährige nach der Ideologie des IS erzogen haben – dazu soll auch der Umgang mit Waffen gehört haben.

Haftbefehl gegen die mutmaßliche IS-Rückkehrerin

Die Frau sei im vergangenen Jahr nach Deutschland zurückgekehrt, teilt die Generalstaatsanwalt Hamburg gegenüber RTL Nord mit. Doch schon vorher stand die 24-Jährige im Fokus der Zentralstelle Staatsschutz, so Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens.

Und auch nach der Rückkehr liefen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auf Hochtouren, erklärt Sperling-Karstens weiter. Festgenommen wurde die Angeklagte dann in Hamburg, wo sie sich seit vergangener Woche in U-Haft befindet.