Traurige Entwicklung in Großbritannien

Hunderte Welpen ohne Familie

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06. Januar 2021 - 11:25 Uhr

Am Ende leiden wieder die Tiere

Die Corona-Pandemie hat viele Menschen einsam gemacht: Alles spielt sich zu Hause ab. Die Arbeit, die Freizeit, das Familienleben. Besonders für Menschen, die alleine wohnen, ist das hart. In Großbritannien haben sich deswegen viele während der unzähligen Lockdown-Phasen Haustiere zugelegt. Doch leider unbedacht.

Preise für Hundewelpen in 2020 stark gestiegen

Während vergangenes Jahr die Preise besonders für bestimmte Hunderassen auf über 3.000 Euro anstiegen, sieht man im Netz jetzt immer mehr Besitzer, die ihre Welpen wieder loswerden wollen. Auch die Tierheime sind kurz davor über zu laufen, denn jetzt, wo viele Menschen gelernt haben mit der Pandemie zu leben, stellen sie fest: Sie waren auf ein Haustier gar nicht vorbereitet.

Besitzer merken jetzt: Sie haben keine Zeit

In den vergangenen drei Monaten haben mehr als 1.800 Menschen den Hundeverband angerufen, weil sie ihre noch nicht mal einjährigen Welpen wieder loswerden wollten. Über die Feiertage scheint es besonders schlimm, denn allein am 27. und 28. Dezember bekam die Wohltätigkeitsorganisation 114 Anrufe.

Adam Clowes, Operations Director beim Hundeverband, berichtete der DailyMail, es sei wichtig, dass Besitzer erkennen, dass ein Hund eine zehn- bis 15-jährige Verpflichtung sein kann. Er sagte: "Die ganze anfängliche Aufregung um den Lockdown - 'Wir werden nie wieder ins Büro gehen müssen, lasst uns einen Hund holen!' - diese Folgen sehen wir jetzt."

Viele Welpen waren Impulskäufe

Eine Studie des Kennel Club hat nun ergeben, dass einer in fünf Herrchen, die während der Pandemie einen Hund gekauft haben, vorher nicht darüber nachgedacht haben, was langfristig mit dem Tier passiert. Ein Viertel der Besitzer sagte sogar, dass sie ihre Welpen einem Impuls nach gekauft hätten. Klar, die Pandemie ist für alle schwer, und ein Hund hilft bestimmt mit der Einsamkeit und trotzdem ist es wichtig sich vorher Gedanken darüber zu machen, was mit dem flauschigen Vierbeiner passiert, wenn die Pandemie vorbei ist.